Battenberg

Ausstellung: Jüdische Familienschicksale

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- Battenberg (ph). Jüdische Menschen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus auch im oberen Edertal und seinen Nachbarregionen ausgegrenzt, verfolgt, deportiert und schließlich umgebracht. Inspiriert durch die Stolpersteinverlegung in Laisa hat der Geschichtsverein Battenberg mit anderen Gruppen unter dem Titel „Jüdische Schicksale aus unserer Region“ eine Ausstellung erarbeitet.

Ausstellung wird am Mitwoch mit einem Vortrag (19 Uhr) im Battenberger Stadtmuseum eröffnet. Karl-Heinz Stadtler spricht zum Thema „Erinnern – nicht vergessen“. Kernpunkt der Schau sind die Schicksale beispielhaft ausgewählter jüdischer Familien aus Battenberg, Battenfeld, Elsoff, Laisa, Oberasphe, Vöhl und Wetter.

Daneben werden aber auch ortsübergreifende Aspekte der jüdischen Geschichte sowie in Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), wo derzeit eine „Topografie des Nationalsozialismus in Hessen“ erarbeitet wird, der Geschichte des Nationalsozialismus in unserer Region veranschaulicht. So wird etwa der Frage nachgegangen, in welchen Orten bei uns überhaupt Juden gelebt haben und wo es Stätten jüdischen Lebens wie Synagogen oder Friedhöfe gegeben hat, aber auch, wo sich offizielle Einrichtungen der nationalsozialistischen Herrschaft befanden.

Weiterhin ist zur Eröffnung und am Ende der Ausstellung am 4. Mai jeweils um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung geplant, in der durch Referenten einzelne Aspekte der Ausstellung näher beleuchten werden. Beide Veranstaltungen finden im Foyer des Battenberger Museums statt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 12. April

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