Gäste aus England besuchen Frankenberg

Austausch mit Orgelmusik und Gesang

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In der Korbacher Kilianskirche waren die Frankenberger mit ihren englischen Gästen, um sich die Kirche anzuschauen und die neue Orgel kennenzulernen. Anschließend gab es ein Erinnerungsfoto mit dem gastgebenden Kantor Eberhard Jung (links).Fotos: ww

Frankenberg - Die Reisegruppe bestand größtenteils aus Chormitgliedern, die mit ihren deutschen Freunden zusammen den Reformationsgottesdienst in Frankenberg musikalisch ausgestalten wollten.

Es war erst einmal für die Gäste nicht leicht, nach Frankenberg zu gelangen, und die Engländer lernten die Probleme auf Europas Straßen hautnah kennen: Mit fast vier Stunden Verspätung kamen sie an. In der Situation zeigte sich aber ein Vorteil der mobilen Telefonie: Man war in Frankenberg immer auf dem Laufenden und brauchte nicht stundenlang an der Haltestelle zu frieren.

Am folgenden Tag gab es aber Gelegenheit zur Erholung: Nach einer morgendlichen Führung durch das Heimatmuseum wurde der Tag in den Gastfamilien verbracht. Abends wurde für den gemeinsamen Auftritt geprobt.

Am Reformationstag gab es eine Führung „Rund um die Liebfrauenkirche“ und eine Besichtigung der Orgel. Das Instrument wurde vom Organisten Daniel Gardonyi erläutert und zur Probe gespielt. Spannend war dabei eine Hörprobe: Wer die hohen Töne der kleinsten Orgelpfeifen noch hören konnte, sollte sich melden. Etliche Hände blieben unten.

Nach dem abendlichen Gottesdienst mit Chorgesang fand noch ein gemütliches Beisammensein im Gemeindehaus statt. Dort überbrachte Petra Schönardt vom Vorstand der Frankenberger Partnerschaftsvereinigung Grüße und Dank für den erneuten Besuch.

Für Samstag hatte Gerda Albrecht einen Besuch der Kreisstadt Korbach organisiert. Zuerst schaute man sich den Fossilien-Fundort „Korbacher Spalte“ an, anschließend gab es eine Führung im Museum mit ausführlichen Erläuterungen zum Dinosaurier „Korbacher Dackel“, aber auch zur Stadtgeschichte und zum Bergbau.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Besuchergruppe in der Kilianskirche vom Organisten und Kantor Eberhard Jung begrüßt. Er stellte zuerst Architektur und Geschichte des Kirchengebäudes vor, dann erläuterte er die 2011 eingeweihte neue Orgel. Die Gäste aus Frankenberg und England hatten gleich vier Orgelspieler in ihren Reihen, und das mitgereiste Publikum konnte nicht genug von deren Spiel bekommen. Aus Manningtree spielten Chorleiter Duncan Archard, John Brown und Steven Smith. Auch Daniel Gardonyi zeigte sein virtuoses Spiel.

Beim herzlichen Abschied am Sonntagmorgen wusste man bereits, dass man sich bald wiedersehen wird, wenn die Partnerschaft mit Manningtree Anfang Juni 2015 seit 45 Jahren besteht. Die Gastgeber wünschten den englischen Freunden weniger „Traffic Jam“ für Rückfahrt als auf dem Hinweg. (ww)

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