Auszubildende der Firma Hasenclever haben historischen Schmiedehammer restauriert

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Stolz auf ihre Arbeit: Auszubildende des Eisenwerkes Hasenclever haben einen Schwanzhammer aufgearbeitet. Das Bild zeigt von links Albert Sartison, Ausbildungsleiter Klaus Reitz, Steffen Thielemann (Leiter der Instandhaltung), Maxim Buglak und Felix Penno.

Battenberg. Direkt am Werkstor ist das Ergebnis zu bestaunen: Auszubildende des Eisenwerkes Hasenclever und Sohn haben den Nachbau eines historischen Schmiedehammers restauriert.

Bis zu acht Schwanzhämmer wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein beim Eisenwerk Hasenclever betrieben. Von der Eder und einem Teich zweigte ein „Hammergraben“ ab, an dem links und rechts diese „Schwanzhämmer“ angeordnet waren. Mit ihnen wurden überwiegend landwirtschaftliche Kleinteile wie Hacken, Schaufeln und Sensen geschmiedet.

Angetrieben wurden die Schwanzhämmer durch Wasserkraft über ein Mühlrad. Über ein hölzernes Zahnrad wurde eine Welle mit Nocken angetrieben, die einen zweiarmigen Hebel („Helf“ genannt) kurzzeitig anhob. Die Wasserachse drückte mit dem Hebedaumen das hintere Ende des Hebelarmes nach unten. Dadurch wurde der vordere Hebelarm mit dem Schmiedekopf („Bär“ genannt) kurz angehoben. Durch dieses Prinzip waren 60 bis 120 Schläge pro Minute möglich.

Der Nachbau dieses Schwanzhammers entstand 1984; das Original ist im Hessenpark zu bewundern. „Es war eine Idee unserer neuen Geschäftsführung mit Dr. Volker W. Lorenz und Norbert Gerling, die Restauration als Teamprojekt zu starten“, berichtete Ausbildungsleiter und Modellbauleiter Klaus Reitze. Mit der Restauration und Ausstellung des Schwanzhammers an markanter Stelle soll zudem auf die über 240-jährige Firmengeschichte hingewiesen werden. Vier junge Männer haben die Aufgabe angenommen: Albert Sartison und Maxim Buglak (beide angehende Gießerei-Mechaniker), der künftige Modellbauer Philipp Kaiser und Praktikant Felix Penno wurden für die Restauration für rund eine Woche freigestellt.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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