B-252-Umgehung: Kritik wird erst bei Planfeststellung erörtert

Mit der Kamera im Burgwald: Ausgewählte Naturfotos zeigten die VSELB-Vorstandsmitglieder (von links) Torben Majewske, Jürgen Schmied, Reinhard Mayer und Leo Walter mitgebracht. Foto:  zve

Wiesenfeld. Kritik am Bundesverkehrsministerium üben Gegner der geplanten B-252-Umgehungs-Trasse in Burgwald.

In einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth hat der Verein zum Schutz und Erhalt des Lebensraums Burgwald (VSELB) gemeinsam mit weiteren Naturschutzverbänden im vergangenen Jahr dazu aufgefordert, Alternativen für die derzeit in Prüfung befindlichen Trassenplanung der B252-Ortsumgehung über den höchsten Punkt des Burgwalds und die Kreisstraße 117 zu erwägen und dabei die vorhandene, modellhaft ausgebaut Strecke über den „Schafterbach“ weiter zu nutzen. In der Jahreshauptversammlung des Vereins berichtete dessen Vorsitzender Reinhard Mayer jetzt über die Antwort aus dem Ministerium.

Danach habe das Bundesministerium für Verkehr unter Beteiligung der Fachreferate die Planung geprüft und bereits Mitte 2013 „seinen Gesehen-Vermerk auf die vom Land Hessen vorgelegte Planung erteilt und damit der Trassenführung zugestimmt“, wie Mayer aus dem Brief des Dezernenten Carsten Roß zitierte. Das Ministerium empfehle dem VSLEB, alle Einwendungen und die von ihm vorgeschlagene alternative Trassenführung über die B252 zwischen Ernsthausen und Bottendorf mit Verbindung ab Waldausgang Forsthaus Wolkersdorf in Richtung Kaserne beim Planfeststellungsverfahrens einzubringen.

„Nachdem das Straßenbauprojekt nun schon um so viele Jahre verschoben worden ist, bedauern wir, dass es nochmals zu Verzögerungen kommen wird, wenn wir erst beim Planfeststellungsverfahren unsere Eingaben geltend machen und Recht erhalten würden“, erklärte Mayer. „Genau diesen Zeitverlust wollten wir vermeiden.“

Diskutiert wurden in der Jahreshauptversammlung auch Alternativvorschläge für eine Ortsumgehung, die der Frankenberger Standortplaner Ernst Helfenbein 2014 dem hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir vorgelegt hatte.

Im Jahresbericht bedankte sich VSELB-Vorsitzender Mayer bei allen Förderern und freiwilligen Helfern, die sich bei der Pflege des gemeindlichen Teich-Biotops Borewissen beteiligt hatten. (zve)

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Quelle: HNA

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