Tempo 30 Richtung Marburg: Kammer hält Beschilderung für nicht nachvollziehbar

B 252: IHK fordert Umgehungen

Wetter/Kassel. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel die nächtlichen Tempo-30-Zonen auf Teilen der B 252 zwischen Münchhausen und Marburg für rechtmäßig erklärt hat (wir berichteten), hat sich die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg (IHK) zu dem Thema zu Wort gemeldet: „Die beste Lösung zum Schutz der Bevölkerung vor Verkehrslärm wäre es, wenn die seit Jahren zugesagten Ortsumgehungen zeitnah und konsequent realisiert würden“, sagt Dieter Lehmann, Teamleiter des Bereichs Verkehr bei der IHK, in einer Pressemitteilung. Die zahlreichen Geschwindigkeitsbeschränkungen seien lediglich ein wenig wirksamer Versuch, die Folgen der lange blockierten Ortsumgehungen in den Griff zu bekommen.

Die zur Lärmreduzierung an vielen einzelnen Stellen und zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten festgelegten unterschiedlichen Geschwindigkeitsregelungen seien für viele Autofahrer darüber hinaus kaum noch nachvollziehbar und würden aufgrund der sich auf kurzen Streckenabschnitten ständig ändernden höchstzulässigen Geschwindigkeiten, vor allem in Ortslagen, kaum akzeptiert, ergänzte Lehmann. Dies betreffe insbesondere die nächtliche Tempo-30-Regelung in den Ortsdurchfahrten von Münchhausen, Simtshausen, Todenhausen, Wetter, Niederwetter und Göttingen, die zwischen 22 und 6 Uhr für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gilt.

„Der Schutz der betroffenen Bevölkerung vor Verkehrslärm ist durchaus nachvollziehbar und berechtigt, allerdings müssen die zur Lärmreduzierung vorgenommenen Tempolimits für die Verkehrsteilnehmer nachvollziehbar sein, damit die notwendige Akzeptanz gewährleistet ist“, meinte Lehmann. Eine aus Lärmschutzgründen vorgenommen Geschwindigkeitsregelung nütze nichts, wenn die Geschwindigkeitsbeschränkungen von der Höhe her und den Tageszeiten ständig wechseln und deswegen nur sehr begrenzt eingehalten werden.“ Leserbrief links

Quelle: HNA

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