Einnahmen der Kommunen sinken

B252: Zahl der geblitzten Fahrzeuge geht drastisch zurück

Burgwald/Herzhausen. Die „Blitzer-Meile“ auf der B 252 zwischen Lahntal-Göttingen und Burgwald-Bottendorf macht überregional Schlagzeilen. Sogar Fernseh-Sender berichten über die 23-Kilometer-Strecke mit 14 stationären Geschwindigkeitsmessgeräten.

Weiter im Norden, in Herzhausen, sind es zwei Anlagen. Der Ärger der Fahrer ist weiterhin groß, doch die Zahl der geblitzten Fahrzeuge geht zurück – und die Einnahmen der Kommunen sinken.

 Besonders drastisch ist dies in der Gemeinde Burgwald: 2011 kamen in den ersten vier Monaten nach Inbetriebnahme gut 180.000 Euro in die Kasse, nach Abzug der Leasing- und Personalkosten blieben 100.000 Euro übrig. Im ersten Halbjahr 2013 waren es gerade noch 13.000 Euro Überschuss.

„Auch wenn wir nur kostendeckend arbeiten sollten, uns ist es gelungen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen und für Entlastung der B-252-Anlieger zu sorgen“, sagt Bürgermeister Lothar Koch. Mit diesem Argument weist auch Kai-Uwe Spanka, Bürgermeister in Wetter, den immer wieder zu hörenden Vorwurf der Abzocke zurück. Er kann allerdings mit weit höheren Einnahmen aufwarten.

Die fünf Geräte, die Fahrzeuge in beiden Fahrtrichtungen erfassen, brachten der Stadt 2012 1,2 Millionen Euro Gewinn – bei einem Haushaltsvolumen von 14 Millionen Euro ein beachtlicher Brocken. Im ersten Halbjahr 2013 sind es immerhin noch 414.000 Euro Einnahmen. Im Bereich Wetter und Münchhausen sorgt – anders als in der Gemeinde Burgwald – die nächtliche Tempo-30-Grenze für zusätzliche Fälle. (mab)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare