Arbeiten für Frankenberger Großprojekt beginnen

Bäume fallen für das Bahnhofsumfeld

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Autofahrer aufpassen: Am Bahnhof fallen in den nächsten Tagen die ersten Bäume, Gebüsch wird gekürzt. Die Vorbereitungen auf die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes laufen.

Frankenberg - Nach dem Frankenberger Tor beginnen die Arbeiten für das zweite Großprojekt in der Stadt: Seit Dienstag fällen Facharbeiter Bäume am Bahnhof, um den Hang zur Friedrichstraße auf die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes vorzubereiten.

Viele Vorarbeiten sind nötig, damit im Sommer das Umfeld des Bahnhofes in neues Licht getaucht werden kann. Die ersten haben gestern begonnen: Facharbeiter einer regionalen Firma fällen Bäume und entfernen das dichte Unterholz am Hang zwischen Bahnhofsgelände und Friedrichstraße - es wird spürbar lichter am Bahnhof.

„Das ist der Startschuss für die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes“, sagt Bürgermeister Rüdiger Heß. Für diesen Startschuss müssen sich Pendler und „Abholer“ allerdings auf kleinere Unannehmlichkeiten einstellen: Immer wieder muss die Firma kurze Abschnitte der Straße für den Verkehr sperren, damit kein Geäst auf die Fahrzeuge fällt. Das Kappen der Äste, das Stutzen des Unterholzes sind erst der Anfang: „In den nächsten Tagen geht es auch ins Erdreich“, kündigt der Rathauschef an. Schließlich müssten die Wurzeln der gefällten Bäume aus dem Boden entfernt werden.

Bäume pflanzten sich selbst

Anders als etwa an Unter- und Obermarkt, wo Baumfällungen immer wieder auch Protest hervorrufen, handelt es sich bei den Pflanzen an dem Hang laut Stadtverwaltung meist nicht um gesetzte Bäume. Es seien Sämlinge - die vorhandenen Bäume und Büsche haben sich also selbst gepflanzt. Diese wilden Pflanzungen seien allein schon aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zu halten, sagt der Bürgermeister.

„Im Anschluss an die Umgestaltungsmaßnahmen werden dort strukturiert standortgerechte Anpflanzungen vorgenommen“, kündigt Heß an. Aus der jetzigen Böschung mit der maroden Treppe soll im Zuge der Umgestaltung ein Stadtbalkon mit Freitreppe hinab zum Bahnhof werden. Im hinteren Bereich nahe des Holzverladegleises sind Park-and-Ride-Plätze vorgesehen.

Abriss beginnt vor Osterfest

So weit ist es allerdings noch lange nicht. Die Baumarbeiten sind nur der erste Schritt. „Die Firma soll bis zum Ende der Woche fertig sein“, heißt es aus dem Rathaus - und fügt an: „Je früher, desto besser.“ Die Holzarbeiter selbst gehen von etwa drei nötigen Arbeitstagen aus. Das anfallende Holz nutzt das Unternehmen aus dem Lahntal selbst, „das verringert für uns den Preis“, zeigt sich Rüdiger Heß erfreut. Im Anschluss folgen jene Arbeiten, die deutlich teurer sind und auch den Verkehr stärker beeinträchtigen dürften: der Abriss der Nebengebäude.

Wann genau damit begonnen werden kann, mag der Bürgermeister nicht beurteilen. Doch so viel: „Der Abriss der alten Gebäude beginnt auf jeden Fall vor den Osterferien.“ Entsprechende Ausschreibungen würden noch laufen, doch der Zeitplan stehe - das entsprechende Wetter vorausgesetzt. Im vergangenen Jahr schneite es allerdings während der Osterfeiertage.

Die Arbeiten am Bahnhof, aber auch am Frankenberger Tor, können über das Internet beobachtet werden. Unter www.stadtsanierung-frankenberg.de informiert die Stadt über den Baufortschritt und zeigt Bilder dreier Webcams.

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