Erster Stadtrat Georg Röse wertet Entscheidung des Landes als Anerkennung der Arbeit der Bürger

Battenberg in Entwicklungsprogramm aufgenommen

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Battenberg mit den Stadtteilen ist als einzige Waldeck-Frankenberger Kommune in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Das Programm dauert zehn Jahre. Foto: Archiv

Battenberg - Mit der Zukunft ihrer Heimat haben sich die Battenberger bereits intensiv befasst. Das Land Hessen hat gestern Geld in Aussicht gestellt, die ein oder andere Idee umzusetzen.

Als eine von 17 hessischen Kommunen ist Battenberg mit seinen Stadtteilen neu in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Das gab Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) am Montag bekannt - und sorgte für Zufriedenheit in der Bergstadt. „Ich habe die Nachricht erfreut zur Kenntnis genommen“, sagte Erster Stadtrat Georg Röse (SPD) auf FZ-Anfrage. Er vertritt dieser Tage Bürgermeister Heinfried Horsel, der sich im Urlaub befindet.

Überraschend kam diese Botschaft aus der Landeshauptstadt nicht. Röse erinnerte an die Auswahl Battenbergs als hessische Modellkommune und an das Pilotprojekt zur Zukunftssicherung, bei dem Battenberg mit der Universität Kassel zusammenarbeitet. „Es haben sich so viele Battenberger ehrenamtlich in den Arbeitsgruppen eingebracht und sich viele Gedanken über die Entwicklung der Stadt gemacht“, erläuterte der Erste Stadtrat und verwies auf Modelle zum Leerstandsmanagement, der Umgestaltung von Verkehrsflächen oder auf neue Wohnformen im Alter. „Die Aufnahme von Battenberg in das Dorfentwicklungsprogramm werte ich deshalb als Anerkennung dieser Arbeit und als Anerkennung dafür, dass eine Menge in den entwickelten Strategien steckt.“ Wie die Kernstadt Battenberg, aber auch die Stadtteile, von der Förderung profitieren könnten, werde die Zukunft zeigen.

Im Gegensatz zur Dorferneuerung, bei der in der Vergangenheit einzelne Orts- oder Stadtteile finanziell gefördert wurden, werden nun Kommunen in das Programm aufgenommen. „Jetzt gilt es für Battenberg und die Stadtteile eine Konzeption zu entwickeln“, sagte Röse.

Ähnliche wertete Battenbergs Büroleiter Rainer Zissel die frohe Kunde aus Wiesbaden. „Das ist eine tolle Perspektive für Battenberg.“ Durch das enorme ehrenamtliche Engagement der Bürger in den Arbeitsgruppen seien hervorragende Voraussetzungen geschaffen, „um mithilfe des Landes das ein oder andere Projekt auch umzusetzen“.

Mit den neu aufgenommen 17 Kommunen mit ihren 130 Ortsteilen - Battenberg ist die einzige neu aufgenommene Kommune in Waldeck-Frankenberg - kommen derzeit 199 Städte und Gemeinden mit insgesamt 543 Orts- und Stadtteilen in den Genuss der Landesförderung. In diesem Jahr stehen dafür nach Angabe von Minister Rentsch 23 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bevölkerungsentwicklung konfrontiere gerade ländliche Gebiete mit wachsenden Herausforderungen. Das Dorfentwicklungsprogramm fördere Strategien zu ihrer Bewältigung, erklärte Rentsch. „Ziel ist es, die ländlichen Gebiete nachhaltig zu gestalten, um die Vielfalt des ländlichen Lebens zu erhalten.“ Die Strategien würden von den Stadt- und Ortsteilen der Kommunen mithilfe der Bürger ausgearbeitet.

Das Landesprogramm fördert Gebäudeinvestitionen, soziale und kulturelle Projekte sowie arbeitsschaffende Investitionen in Handwerk und Gewerbe. Ortskerne sollen in ihren zentralen Funktionen gestärkt werden, das bau- und kulturgeschichtliche Erbe und der Charakter der Dörfer sollen erhalten bleiben.

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