Battenberg

„Battenberg-Expedition“ des Landgrafen

- Battenberg (mba). 146 Jahre nach dem Besuch von Prinz Alexander von Hessen und 52 Jahre nach dem Besuch von Lord Louis Mountbatten of Burma weilte wieder ein Repräsentant des Hauses Hessen in Battenberg.

„Die große Battenberg-Expedition, 2 Mal bereits verschoben, musste also endlich ausgeführt werden, u. ist zur gegenseitigen Befriedigung ausgefallen“ – so schrieb Prinz Alexander 1865 in einem Brief von seinem Besuch in der Bergstadt. Ähnliches könnte auch sein Nachfahre Moritz Landgraf von Hessen über seinen Besuch in Battenberg berichten.

Der Graf war mit seinen beiden Töchtern Mafalda und Elena sowie Enkeltochter Madeleine nach Battenberg gekommen und wurde von Bürgermeister Heinfried Horsel auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus empfangen. Für den gebührende musikalischen Rahmen sorgte der Musikzug unter Leitung von Dr. Detlef Marburger.

Stadtrechte zurückgegeben

Battenberger Geschichte und Gegenwart seien eng mit dem Hause Hessen-Darmstadt verbunden, sagte Bürgermeister Horsel bei der Begrüßung des Grafen: „Der Vater unseres hoch verehrten Gastes, Philipp Prinz von Hessen, hat in den 1930iger-Jahren der Gemeinde Battenberg, der wegen zu geringer Einwohnerzahlen die Bezeichnung Stadt aberkannt worden war, wieder die Stadtrechte verliehen. In alter Verbundenheit, Königliche Hoheit, noch einmal herzlich willkommen in Battenberg.“Graf Moritz und seine Töchter trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein und sahen sich anschließend das Stadtmuseum an. Elisabeth Skupin führte sie durch die Ausstellung. Die dort gezeigten kunstvollen Papierskulpturen waren einer der Hauptgründe, warum der Graf im Anschluss an die Hochzeit der Prinzessin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (siehe Seite 20) nach Battenberg gekommen war. Künstlerin Annemarie Gottfried hatte ihn quasi eingeladen: „Ich habe eine Enkeltochter an der Kronberg Academy (eine Musikakademie, Anm. d. Red.). Und die Akademie hat Kontakt zum Geschäftssitz des Grafen in Kronberg“, erläuterte sie, wie der Kontakt zustande kam. Graf Moritz war von ihren Kunstwerken aus englischer Tapete beeindruckt.

Im Museum erfuhren die adligen Gäste auch viel Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte der Stadt, über Erzabbau und Edergold, über Fledermäuse im Burgberg und das berühmte Motorradrennen auf dem „Battenberg-Ring“. Enkeltochter Madeleine nutzte die Gelegenheit, sich auf das alte DKW-Kraftrad im Museum zu setzen.

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