Kurz vor dem Heimflug: Fuchs reißt 50 Brieftauben in Lkw-Anhänger

Battenberg. Ein offenbar hungriger Fuchs hat in der Nacht zu Montag in einem mit Brieftauben besetzten Spezialanhänger in Battenberg reiche Beute gemacht:

Er riss etwa 50 Tauben, die in Transportboxen auf den Heimflug ins Ruhrgebiet warteten. Als die Polizei am Morgen eintraf, saß der Fuchs noch im Anhänger.

Wie die Polizeibeamten am Montag mitteilten, war das mit 2200 Brieftauben besetzte Lkw-Gespann am Sonntagabend im Industriegebiet in Battenberg eingetroffen. Der Fahrer hatte den Angaben zufolge die Aufgabe, die Tauben der Reisevereinigung Unna-Haarstrang am Montagmorgen für den Rückflug freizulassen. In der Feldgemarkung Im Ried legte der 54 Jahre alte Fahrer Nachtruhe ein.

Irgendwann in der Nacht verschaffte sich ein Fuchs dann Zugang zum Anhänger, indem er unter einer Seitenplane hindurchkroch. In den verschiedenen Boxen tötete er 50 Brieftauben, Blutspuren im Anhänger zeugten von dem nächtlichen Angriff.

Der völlig verschreckte Lkw-Fahrer verständigte gegen 7.15 Uhr per Notruf die Frankenberger Polizei. Als die Besatzung einer Streife in den Anhänger hineinblickte, saß der Fuchs noch in dem Spezialaufbau. „Mit einem Stock gelang es, den voll gefressenen Fuchs zu vertreiben“, sagte der Dienstgruppenleiter.

Eine Veranlassung, den Räuber zu erschießen, gab es nicht: Das Tier habe völlig gesund ausgesehen. Dass der Fuchs auf diese Weise seinen Hunger stillte, sei zwar für die Besitzer der mitunter wertvollen Brieftauben bedauerlich, dem Angreifer aber nicht zu verdenken. „Er hat nun mal die Chance beim Schopf ergriffen“, hieß es weiter von der Polizei.

Die überlebenden 2150 Tauben ließen der Transporterfahrer und sein Helfer noch im Beisein der Polizeibeamten aus den Boxen. Die Vögel traten den Heimflug in Richtung Unna an. (112-magazin.de)

Quelle: HNA

Kommentare