Pläne für Windräder bei Berghofen könnten an Nähe zum Allendorfer Flugplatz scheitern

Hier drehen sich die großen Windräder schon lange: Blick auf den Windpark bei Diemelsee-Adorf.

Battenberg. Pläne für vier bis sechs Windräder, die mit einer Gesamthöhe von 200 Metern bei Berghofen entstehen könnten, haben Vertreter der Hamburger Wotan-Gruppe und der Gesellschaft für Erneuerbare Energien VEW aus Korbach in der jüngsten Ausschusssitzung vorgestellt.

Das Vorhaben steht allerdings auf wackligen Beinen. „Bei einer negativen Stellungnahme der Deutschen Flugsicherung ist das Buch zu“, sagte Stefan Kieweg, technischer Leiter des VEW. Grund ist die Nähe zum Allendorfer Flugplatz. „Wir wollen größtmögliche Informationen liefern, aber heute keine Entscheidung treffen“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel zu Beginn. Das Thema Windkraft hatte viele Zuhörer in den Sitzungssaal des Rathauses gelockt.

Die Wotan-Gruppe, die in Burgwald-Ernsthausen bereits vier Windräder mit einer Nabenhöhe von 105 Metern betreibt, hat nach den Worten ihres Prokuristen Jörg Ehlers bereits „offizielle Anfragen“ für drei Gebiete in der Nähe des Allendorfer Flugplatzes an die Deutsche Flugsicherung gestellt. Neben Flächen im Raum Allendorf und Berghofen gehe es dabei auch um eine Erweiterung in Ernsthausen, sagte Ehlers.

Bei einer positiven Stellungnahme der Flugsicherung könnte das weitere Verfahren – unter anderem Vogelschutz- und Fledermausgutachten, Detailplanung der Erschließung und Netzeinspeisung – erfolgen. Windräder müssen generell einen Abstand von 1000 Metern zu bebauten Flächen einhalten.

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Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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