Verabschiedung des Bürgermeisters Heinfried Horsel

"Um Battenberg verdient gemacht"

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Bürgermeister Heinfried Horsel (4. v.l.) mit Ehefrau Ingeborg, den Töchtern Lisa (3. v. r.) und Nadine (2. v. l.), Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider (l.), der Erste Stadtrat Georg Röse (r.) und Landrat Reinhard Kubat.Foto: Mark Adel

Battenberg - Heinfried Horsel hat Battenberg geprägt, weiterentwickelt und Spuren hinterlassen: Darin waren sich die mehr als 200 Gäste bei seiner offiziellen Verabschiedung in der Burgberghalle einig.

Nach 18 Jahren endet die Amszeit von Heinfried Horsel am 31. Juli. Am Donnerstag nahm er Abschied als Battenberger Bürgermeister: Im Kreise von Kollegen, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Kommunalpolitikern und Behördenvertretern feierte er in der Burgberghalle.

„Bürgermeister war und ist für mich ein Traumberuf, und den habe ich hier in Battenberg gefunden“, sagte Horsel. Der gebürtige Mühlhäuser war nach der Wahl 1996 mit seiner Familie vom Waldecker Land nach Battenberg gezogen und lebt weiterhin dort. „Ich bin von Anfang an von den Menschen freundlich aufgenommen worden“, betonte er.

„Ich bin so gut wie keinen Tag missmutig zur Arbeit gegangen“, bilanzierte er und ergänzte: „Langweilig ist mir nie geworden.“ Er blicke „glücklich und dankbar“ auf die Zeit zurück. Der selbst gewählte Abschied vom Amt falle ihm schwer. Horsel dankte den Mitarbeitern, den ehrenamtlichen Politikern aus Magistrat und Parlament und anderen Weggefährten. „Die Sache hat immer im Vordergrund gestanden“, betonte er.

Sein Dank galt auch seiner Familie mit Ehefrau Ingeborg und den Töchtern Lisa und Nadine. „Du hast es erst möglich gemacht“, sagte er zu seiner Frau. „Du hast mir den Rücken freigehalten und dabei fast alleinerziehend.“ Sie sei zudem „guter Ratgeber und wichtige Stütze“ gewesen.

Erster Stadtrat Georg Röse würdigte die Verdienste von Horsel. Er habe seine Aufgaben „mit Herzblut und hohem Engagement“ wahrgenommen und dabei Ehrlichket, Stetigkeit, Verlässlichkeit und persönliche Integrität gezeigt. „Du hast die Stadt nach vorne gebracht und dich um Battenberg verdient gemacht.“

Auch die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen sei schon früh ein Thema gewesen. Zudem sei Horsel ein Vorreiter in Fragen des demografischen Wandels gewesen. Eine Folge sei unter anderem die vom Land geförderte, so genannte Demografie-Partnerschaft mit Erlbach gewesen.

Stadtverordneten Heinz-Günther Schneider blickte mit zahlreichen Fotos und Zeitungsartikeln auf Horsels Amtszeit zurück, erinnerte an Feste, an bedeutende politische Entscheidungen, an Anekdoten und große Projekte.

Landrat Reinhard Kubat lobte, Horsel habe seine Aufgaben „mit größter Bravour“ gemeistert - „immer besonnen und immer auf die Zukunft bedacht“. Er habe es trefflich verstanden, die Stadt voranzubringen. Den Landrat und den Battenberger Noch-Bürgermeister verbindet seit 45 Jahren eine Freundschaft.

Stellvertretend für die Ortsvorsteher dankte der Frohnhäusre Ortsbeiratschef Bernd Strieder dem scheidenden Verwaltungschef. Der habe „lsöungen gefunden und nicht Probleme aufgezählt“. Trotz knapper Kassen habe einiges umgesetzt werden können. „Eine bessere Art der Zusammenarbeit kann es nicht geben. Du warst einer von uns.“

Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese würdigte Horsel stellvertretend für alle Kollegen. Die Zusammenarbeit sei in den vergangenen Jahren ausgebaut und erweitert worden. Horsel habe in Diskusisonen stets die Battenberger Positionen vertreten. „So ganz einfach hatten wir es mit dir nie“, fügte Frese augenzwinkernd hinzu.

Stadtbrandinspektor Michael Wenzel dankte Horsel für die Unterstützung der Feuerwehren. Einige Projekte seien zur „Chefsache“ erklärt worden. In den vergangenen 18 Jahren wurden Gerätehäuser erweitert, Schutzkleidung, Geräte und Fahrzeuge beschafft. Bei Veranstaltungen sei der Bürgermeister Stets präsent gewesen.

Grßworte sprachen auch Gregor Welker als Vertreter der örtlichen Gewerbetreibenden, der TSV-Vorsitzende Burkhard Specht für die Vereine, der Leiter der Gesamtschule, Reinhold Gaß, und der SPD-Bundestagsabgeordnete Edgar Franke. Besonders viel Applaus gab es für eine kabarettistische Einlage des Personalrats-Vorsitzenden Michael Grings: Als Hausmeister blickte er humorvoll auf Horsels Amtszeit zurück.

Vielfältig waren die Geschenke: Unter anderem eine Steinbank, ein Rundflug über den Landkreis und ein Reisegutschein für einen Aufenthalt in Berlin.

Für Unterhaltung sorgten das Streichensemble und die Schulband der Battenberger Gesamtschule, der MGV Battenberg/Battenfeld sowie das Flötenduo Nicola Brunner und Nadine Horsel. (da)

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