Schulen und andere Vereine sollen profitieren

TSV Battenberg will Kunstrasenplatz

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Battenberg - Fast 30 Jahre lang wurde der Hartplatz im Entenpark regelmäßig genutzt. Doch inzwischen ist das Gelände nicht mehr benutzbar. Der TSV will deshalb einen Kunstrasenplatz bauen.

Der Bedarf sei da, sagte der TSV-Vorsitzende Burkhard Specht am Donnerstag während eines Ortstermins des Ausschusses für Jugend, Sport und Kultur. Die Sportanlage in Allendorf werde sehr rege genutzt, auch von Vereinen aus benachbarten Dörfern. Teilweise müssten sich beim Training mehrere Mannschaften einen Sportplatz teilen. Deshalb benötigt der FC Ederbergland, der aus den Fußballabteilungen des SV Allendorf und des TSV Battenberg besteht, einen zusätzlichen Sportplatz.

Im Gegensatz zu einem Naturrasen ist ein Kunstrasenplatz auch bei schlechten Wetterbedingungen nutzbar. Bis zum Jahr 2000 waren noch Spiele auf dem 1973 gebauten Hartplatz ausgetragen worden, danach diente er nur noch fürs Training, doch auch dafür sei der Untergrund inzwischen nicht mehr geeignet, sagte Specht. „Die Substanz ist zu schlecht.“ Weil er kaum noch genutzt wurde, ließ die Stadt den Platz im Jahr 2006 auch nicht sanieren – damals wären etwa 50.000 Euro für eine Erneuerung fällig geworden.

Im Gegensatz dazu war der Dodenauer Sportplatz, ebenfalls ein Hartplatz, seinerzeit wieder hergerichtet worden. Der Verein hat sich ein erstes Angebot von einem Hersteller machen lassen. Die Kosten werden darin auf 245.000 Euro beziffert – eine Menge Geld, dennoch: „Wir waren positiv überrascht“, sagte Specht. Immerhin habe der Kunstrasenplatz in Allendorf rund 400.000 Euro gekostet.

Der Unterbau des Battenberger Hartplatzes sei in Ordnung, das sei ein Grund für die geringere Summe. Die Firma, die das Angebot erstellt hat, zeichnete auch für den Kunstrasenplatz in Hallenberg verantwortlich. Doch auch 245.000 Euro kann der TSV alleine nicht aufbringen. Deshalb hofft Burkhard Specht auf Zuschüsse. Erste Gespräche seien geführt worden, sagte Specht, der aber zugleich betonte: „Wir stehen noch am Anfang.“

Interesse an einer Mitnutzung hätten bereits die Gesamtschule und die Grundschule bekundet, berichtete der Vorsitzende. Auch Vereine aus den Stadtteilen könnten auf dem Kunstrasen trainieren oder spielen, wenn die eigenen Plätze witterungsbedingt gesperrt sind. Diese vielseitige Nutzungsmöglichkeiten erhöhe die Chance auf Zuschüsse vom Landkreis, erläuterte Bürgermeister Heinfried Horsel. Über ein Förderprogramm des Landes könnten ebenfalls Mittel fließen. Dazu müsste aber der Antrag bald gestellt werden, sagte der Rathauschef.

Einkalkuliert sind bislang je zehn Prozent Zuschuss von Kreis und Stadt, eine detailliertere Kostenplanung liegt laut Burkhard Specht aber noch nicht vor. Einen „gewissen Eigenanteil“ werde der TSV tragen, sagte der Vorsitzende: „Wir trauen uns zu, dass zu stemmen.“ Über Bandenwerbung und eine Spendenaktion ähnlich wie in Allendorf soll ebenfalls Geld akquiriert werden. Wenn Fördermöglichkeiten ausgelotet sind, soll ein Zuschussantrag an die Stadt gestellt werden. Die Ausschussmitglieder stellten klar, dass dies die Voraussetzung für eine Beteiligung sei: „Wichtig ist, dass die Finanzierung steht, sagte der Vorsitzende Günter Wack (Bürgerliste Battenberg). (da)

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