Battenberger Bürgermeisterwahl: Christian Klein feierte bis 2 Uhr

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Ausgelassene Freunde auf dem Hof der Neuburg: Im Namen aller Stammtischkollegen gratulierte Ralf Noll (links) seinem Freund Christian Klein und dessen Frau Heike zur gewonnenen Bürgermeister-Wahl. Foto: Hoffmeister

Battenberg. Es muss eine feucht-fröhliche Sause gewesen sein: Mit zahlreichen Freunden, Nachbarn, Bekannten und Kommunalpolitikern hat Christian Klein am Sonntagabend in der „Kupferkanne“ seinen Wahlsieg gefeiert.

„Es waren bestimmt 100 Leute da. Ein breiter Querschnitt aus der Bevölkerung, immer volles Haus“, berichtete der designierte Battenberger Bürgermeister Christian Klein am „Tag danach“. Bis nach 2 Uhr wurde gefeiert.

„Der erste Schritt ist vollbracht. Jetzt geht’s ins Büro“, sagte Christian Klein gestern der HNA. In Absprache mit den Amtsgerichten Frankenberg und Marburg wolle er nun für einen „geordneten Übergang“ in seinem bisherigen Beruf als Gerichtsvollzieher sorgen. Gern möchte Klein vor seinem Amtsantritt am 1. August noch ein paar Tage Urlaub mit der Familie und Freunden machen: „Föhr ist in Planung!“ Wann – das wusste der neue Battenberger Bürgermeister gestern noch nicht.

„So ein Wahlkampf ist schon eine anstrengende Sache“, blickte Klein auf die vergangenen Wochen zurück. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses hatte sein Mitbewerber Dieter Kocab zugegeben, dass er im Wahlkampf vier Kilogramm an Gewicht verloren habe. „Bei mir war es noch etwas mehr, so fünf bis sechs“, sagte Klein der HNA. „Mit Blick auf meine Figur sollte ich so etwas wohl öfter machen.“

Ebenso wie Dieter Kocab habe er „das volle Programm“ mit Hausbesuchen in allen Stadtteilen gefahren. „Vieles war für mich ungewohnt – beispielsweise die Vorbereitung auf ein Wahlforum, die Erstellung eines Flyers oder ein Foto-Shooting“, blickte Klein zurück. „Aber es gab auch viele nette Gespräche. Das hat mir Spaß gemacht.“

Ein Negativerlebnis sei gewesen, dass Mitarbeiter der Stadtverwaltung durch Veröffentlichungen eines anderen Bewerbers „in die Schusslinie geraten sind und sich nicht dagegen wehren konnten“. Klein: „Dafür habe ich mich entschuldigt.“

„Das war heute der helle Wahnsinn“, sagte Christian Klein auf die Frage nach Reaktionen. „30 bis 40 Leute“ hätten allein am Montagmorgen angerufen oder E-Mails geschickt. „Selbst aus Romsey“ habe er Gratulationen erhalten. Zu Hause fand er „eine Riesen-Plakatwand“.

Einen Termin für die Amtseinführung habe er noch nicht mit Bürgermeister Horsel abgesprochen, sagte Klein. Horsel wird am 24. Juli verabschiedet. Wer für den neu gewählten Bürgermeister in den Magistrat nachrückt, ist ebenfalls noch offen. „Es sind Vertreter gewählt. Wir müssen uns noch intern darüber unterhalten“, sagte CDU-Stadtverbandschef Uwe Weiß auf Anfrage. (off)

Warum der unterlegene Kandidat Reiner Arnold am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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