Insolvenzverwalter: Holzbereich ist nicht zu retten

Battenberger Firma Braun: 25 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Im Holzbereich gibt es wirschaftlich keine Zukunft mehr: Die Sargfabrik Braun am Auhammer in Battenberg. Foto: Hoffmeister

Battenberg. 25 der insgesamt 35 Mitarbeiter der Firma Hermann Braun GmbH & Co. KG am Auhammer in Battenberg werden im Dezember ihren Job  verlieren.

„Im Holzbereich lässt sich kein Überschuss erwirtschaften“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Manfred Kuhne (Marburg) am späten Montagnachmittag der HNA auf Anfrage.

Die Firma Braun ist seit Ende September zahlungsunfähig (HNA berichtete). Während für die Sargfertigung damit das Aus besiegelt ist, nährt der vorläufige Insolvenzverwalter Hoffnung für den Recyclingbereich. Mit dem Vermahlen von Kunststoffen hatte sich die Firma Braun in den letzten Jahren ein zweites Standbein aufgebaut. Für den Recyclingbereich gebe es „mehrere Interessenten“, sagte Rechtsanwalt Kuhne. Er glaubt daran, dass man das Vermahlen von Kunststoffen „in einem bis zwei Jahren“ auch personell aufstocken könne.

Fünf Wochen vor Weihnachten trifft es 25 Mitarbeiter der bisherigen Sargfertigung jedoch mit voller Härte. „Bisher hatte keiner der betroffenen Mitarbeiter durch das Insolvenzgeld Zahlungsausfälle“, sagte Manfred Kuhne. Bedingt durch die Kündigungsfristen würden die meisten Entlassungen auch erst Ende Dezember greifen.

„Zurzeit sind wir mit dem Betriebsrat in Verhandlungen wegen eines Sozialplanes“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter. Die Mitarbeiter wurden nach seinen Worten in einer Betriebsversammlung informiert.

Die Zahl der Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, werde noch durch die Tatsache etwas abgeschwächt, dass einige „kurz vor der Rente“ stünden, sagte Kuhne.

Die Firma Braun war 1924 von Georg Ludwig Braun in Beddelhausen gegründet worden. Seit 1928 hatte das Unternehmen, das zeitweilig über 100 Menschen beschäftigte, seinen Sitz in Battenberg. 1967 hatte die Firma Braun mit der Herstellung von Särgen begonnen. Durch „starke Konkurrenz aus dem Osten“ wurde die Sargherstellung jedoch zunehmend unwirtschaftlich. (off)

Quelle: HNA

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