Nach dreimonatiger Bauzeit

Battenfelder Kreisel für Verkehr freigegeben

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- Sechs Jahre hat es vom Antrag bis zur Fertigstellung des Kreisverkehrs an der Bundesstraßenkreuzung nahe Battenfeld gedauert. Dadurch ist auch das Einkaufszentrum direkt von der Bundesstraße aus erreichbar. Am Donnerstag ist der Kreisel offiziell freigegeben worden.

Planer, Investoren, Kaufleute aus dem Einkaufszentrum und Kommunalpolitiker nahmen an der Freigabe teil. Zeitgleich ist auch das neue „Fachmarktzentrum“ innerhalb des Einkaufszentrums komplett: Dem ersten Gebäude mit dm, Takko, Quick-Schuh, Bäckerei Eckhardt und dem TUI-Reisecenter, das schon vor zwei Monaten geöffnet hatte, folgte gestern noch der Aldi-Markt.

Die Erndtebrücker Firma Berge-Bau investierte nach Angaben des Geschäftsführers Eckehard Hof sieben Millionen Euro. 2010 sei Henrik Eckhardt von der Bäckerei Eckhardt erstmals auf seine Firma zugekommen, sagte Hof. Eckhardt stellte den Kontakt zu den beiden Grundstücksbesitzern her – der erste Schritt zum neuen Fachmarktzentrum, das gleich mehrere Geschäfte von der Otto-Wickenhöfer-Straße auf der anderen Seite des Einkaufszentrums in die Ringstraße zog. Die Firma habe umgehend Kontakt mit Aldi aufgenommen.Die Nutzfläche des neuen Areals beträgt 3500 Quadratmeter. Der Aldi-Markt sei der modernste in der Region, sagte Hof. Der Aldi-Markt ist im Besitz des Lebensmittelkonzerns, Eigentümer des Fachmarktzentrums sei eine Investorengemeinschaft.

Es sei eine „wesentliche Veränderung“ in der Struktur des Einkaufszentrums, sagte Bürgermeister Claus Junghenn. Der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen, weil die neue Fläche ursprünglich nicht für Einzelhandel vorgesehen war. „Die fehlende Bereitschaft unseres Mittelzentrumspartners Battenberg, einer geringfügigen Standortverlegung des Aldi-Marktes auf die vom Lebensmitteleinzelhandel ausgeschlossene Nachbarfläche zuzustimmen, machte das Ganze nicht leichter“, übte Junghenn Kritik an den Nachbarn in der nahe gelegenen Bergstadt: „Warum denn einfach, wenn es einem auch schwer gemacht werden kann?“

Zwei Jahre dauerte es also von der ersten Idee bis zur Eröffnung – für den Kreisel brauchte es deutlich länger. Vor genau sechs Jahren, am 6. Dezember 2006, stellte die Gemeinde Allendorf den ersten Antrag beim damaligen Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Bad Arolsen, die Behörde gab 2007 grünes Licht. Der erste Vorentwurf lag im Februar 2008 vor. Ein Gutachten bescheinigte eine „eindeutige Verbesserung der Verkehrssituation“, wenn ein Kreisel gebaut werde, sagte Bürgermeister Claus Junghenn. Weil zugleich ein Unfallschwerpunkt entschärft würde, wurde der Bau als förderwürdig eingestuft.Regelmäßig hatten sich dort schwere Unfälle mit Verletzten oder sogar Toten ereignet.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 960 000 Euro und damit um etwa 60 000 Euro mehr als zunächst veranschlagt. Vom Bund flossen Zuschüsse in Höhe von 200 000 Euro, das Land zahlte für den Bau der Gemeindestraße vom Kreisel bis zur Ringstraße 250 000 Euro. Baubeginn war Anfang September.

Grußworte sprachen auch der Kreisbeigeordnete Hubert Thorwirth, der als Projektentwickler auch an der Entstehung des Fachmarktzentrums beteiligt war, und Tanja Schiemann vom Gewerbeverein Einkaufszentrum Battenfeld.

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