Letzte Zweifel ausgeräumt: Niederländische Ten-Brinke-Gruppe kann „Frankenberger Tor“ realisieren

Baugenehmigung für Galerie ist erteilt

Jetzt steht die Ampel endgültig auf Grün: Nach jahrelangen Planungen und einem Wechsel des Investors steht dem Bau des Einkaufszentrums nichts mehr im Weg. Archivfoto: Raatz

Frankenberg - Nach jahrelanger Planung steht dem Bau eines Einkaufszentrums auf dem Balzer-Raiffeisen-Areal in der Röddenauer Straße endgültig nichts mehr im Weg. Die Baugenehmigung liegt vor, die Flächen hat Investor Ten Brinke weitgehend vermietet.

Erleichterung bei Jens Greguhn, dem Projektleiter der niederländischen Ten-Brinke-Gruppe, die im Kreuzungsbereich der Röddenauer Straße und der Siegener Straße die Einkaufsgalerie „Frankenberger Tor“ errichten will: In dieser Woche hat der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde „grünes Licht“ für die Realisierung des 30-Millionen-Euro-Projekts gegeben. „Die Baugenehmigung wurde erteilt“, sagte er am Dienstag auf Anfrage von WLZ-FZ. Auch die Abrissgenehmigung für die Gebäude lägen vor. An überraschende Auflagen seien beide Genehmigungen nicht geknüpft worden, erklärte der Projektleiter. „Es sind keine Auflagen aufgeführt, die bei einem solchen Projekt nicht üblich wären. Alles ist lösbar und machbar.“

Ten Brinke habe nun mit dem genauen Studium der Unterlagen begonnen und die vorliegenden Genehmigungen auch an die bereits unter Vertrag genommenen Mieter weitergeleitet. „Wir überlegen jetzt, wann es Sinn macht, loszulegen.“ Am liebsten würde Greguhn unmittelbar den Baggern die Aufträge zum Anrücken erteilen. „Doch wir hätten gerne einen durchgehenden Arbeitsprozess.“ Dieses Ansinnen könnte jedoch das Wetter in Frankenberg durcheinanderwirbeln. „Wir rechnen etwa mit einem Zeitbedarf von vier bis sechs Wochen für den Abriss“, erläuterte der Projektleiter. „Also etwa bis Weihnachten.“ Doch erfahrungsgemäß drohe spätestens zum Jahreswechsel eine witterungsbedingte Pause.

Bei Schnee und Frost sind Gründungsarbeiten aber nicht möglich. Die Baustelle drei Monate lang ruhen zu lassen, das möchte der Projektleiter allerdings nicht. In den nächsten Tagen würden deshalb die Wetterdaten der vergangenen Jahre geprüft, um dann eine Entscheidung zu treffen. „Die Tendenz geht aber eher dahin, dass wir erst im Frühjahr mit dem Abriss beginnen und den Neubau dann direkt anschließen.“ Eine seriöse Aussage zum Fertigstellungstermin ist deshalb nicht möglich. Wäre der Abriss schon dieses Jahr erfolgt, wäre das „Frankenberger Tor“ vermutlich bereits Ende 2013 bezugsfertig gewesen.

Die Gebäude auf dem riesigen Areal in Nachbarschaft zum Bahnhof stehen größtenteils leer, unter anderem eine Versicherungsagentur und eine Anwaltskanzlei arbeiten noch in dem Geschäftshaus in der Röddenauer Straße. Doch mit diesen Mietern stünde er in engem Kontakt. „Der Auszug wird einvernehmlich zu lösen sein.“ Auch diese Termine würden im Zuge der anstehenden weiteren Detailplanung festgelegt.

„Eigentlich haben wir jetzt alles zusammen, so dass es losgehen kann“, sagte Gegruhn gestern zufrieden. Die Pläne sehen eine Verkaufsfläche im „Frankenberger Tor“ von 8780 Quadratmetern vor. Hauptmieter ist die Rheika-Delta-Warenhandelsge­sellschaft in Melsungen: der „Herkules“-Verbrauchermarkt soll 4500 Quadratmeter belegen, eine weitere Fläche ist für den „Technik-Partner“ vorgesehen. Die Hauptflächen seien durchweg vermietet, erklärte er. Zwei Mietverträge befänden sich aktuell noch in der Unterschriftsrunde. Noch nicht vergeben sei lediglich eine Kleinstfläche. Das komplette Vermietungskonzept soll im Laufe der nächsten Wochen vorgestellt werden, kündigte er an.

Ebenso seien weitere Gespräche mit der Stadt geplant. „Wir wollen das ,Frankenberger Tor‘ so gestalten, wie es sich die Stadt vorstellt“, erläuterte Greguhn. Fragen der Fassadengestaltung oder des Begrünungskonzepts würden nun in Absprache geklärt. „Das ist die letzte Feinabstimmung“, die im kooperativen und sachlichen Rahmen erfolgen werde.

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