Tag des Baumes in Burgwald

Ein Baum erlebt 250 Jahre Geschichte

Burgwald-Ernsthausen - Wenn Bäume Geschichten erzählen könnten, hätten sie viel zu berichten. Oft wachsen sie Jahrhunderte und überleben dabei Kriege, Unwetter und den Menschen. Eine besondere Trauben-Eiche lebt im Burgwald ungefähr seit dem Ende des Siebenjährigen Krieges.

„Je älter ein Baum wird, desto mehr Geheimnisse hat er“, sagt Eberhard Leicht, der Leiter des Wolkersdorfer Forstamts, über eine besondere Trauben-Eiche. Alt und geheimnisvoll sieht sie aus: Die Äste des Baums winden sich, wachsen in den Himmel, greifen Raum. Zartes Grün schmückt die jungen Zweige, während andere Äste schon lange abgestorben und verfault sind. Moose in verschiedenen Grüntönen bedecken den alten, mächtigen Stamm.

Ein Specht hat sich ein Loch in morsches Holz geklopft, und eine Pilzkolonie hat auf dem Baum ebenfalls ein Zuhause gefunden. „Diese Formen und Verletzungen machen den Baum erst interessant“, sagt Ernsthausens Revierförster Matthias Hupfeld. Käfer nisten in den Rinden, Waschbären finden in Hohlräumen ein Zuhause. Leicht und der Revierförster schätzen den Baum auf 250 Jahre. „Genau feststellen ließe sich das aber nur, wenn wir den Baum umsägen.“ Der soll aber weiterwachsen - „bis er von alleine umfällt“, sagt Revierförster Hupfeld.

Der alte Baum, der in einem Waldstück zwischen Bottendorf und Ernsthausen auf der Höhe von Wiesenfeld steht, ist in guter Gesellschaft: Laut Leicht gibt es dort Jungwuchs aus Buchen, aber auch einige 140 Jahre alte Kiefern und Eichen, die es schon auf ein Alter von rund 190 Jahren bringen. Wie alt nun die Trauben-Eiche in der Gemarkung „In den Junkerngleichen“ wirklich ist, wird sie für sich behalten.

Mehr über den Tag des Baumes und die alte Trauben-Eiche lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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