Frankenberg

Baum des Jahres gepflanzt

- Frankenberg (sr). Die Blätter erinnern an die kanadische Flagge, die Früchte flattern wie kleine Propeller durch die Luft, das Holz ist für Möbel sehr begehrt – der Bergahorn ist Baum des Jahres 2009. Am Samstag pflanzten Mitglieder der Frankenberger Naturschutzjugend ein Exemplar des Jahresbaumes im Wangershäuser Goldbachtal.

Die jungen Naturschützer setzten einen selbst gezogenen vierjährigen Baum vom Frankenberger Burgberg ins Goldbachtal. Außerdem legten sie eine Hecke mit Kornelkirsche, Hartriegel und Weißdorn an. Dort pflanzten die Mädchen und Jungen auch zwei Hochstammobstbäume alter Sorten, Gravensteiner und Rote Sternrenette. – ­Der Bergahorn kommt in Europa relativ häufig vor. Die europäisch-westasiatische Edellaub-Baumart gedeiht überwiegend in Wäldern der Mittelgebirge und höheren Lagen. Im Bereich des Frankenberger Forstamtes spielt der Bergahorn nur eine untergeordnete Rolle. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde er wieder vermehrt in Mischwäldern mit angepflanzt. Ältere Ahornbestände gibt es im Bereich Frohnhausen. Die größten Ahornwälder wachsen in Kanada, wo das Blatt des Zuckerahorns auf der Nationalflagge und im Staatswappen zu sehen ist. Der Bergahorn benötigt nährstoffreiche, gut wasserversorgte Böden. Die Bäume erreichen im Alter von 70 bis 100 Jahren eine Höhe von 25 bis über 30 Metern. Sie können jedoch auch bis zu 400 Jahre alt werden. Dank seiner großen Blätter bietet der Bergahorn einen guten Lärmschutz. Er ist jedoch empfindlich gegen Luftverschmutzungen und Streusalz. Das schuppige Erscheinungsbild der Rinde erinnert an die Platane, dies brachte dem Berg-Ahorn den botanischen Namen Acer pseudoplatanus ein.Der Bergahorn liefert das hellste einheimische Holz. Es wird vor allem für die Anfertigung von Möbeln und im Innenausbau von Häusern verwendet. Als Zier- und Resonanzholz wird der Bergahorn zudem seit langem für den Bau von Musikinstrumenten genutzt.

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