Neue Leitungen und Filteranlage

Baustart in Burgwald: Millionenprojekt Wasserversorgung

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Auftakt für neues Projekt: Vom Hochbehälter Ernsthausen (im Hingergrund) aus baut die Gemeinde Burgwald eine Wasserleitung nach Wiesenfeld. Beim Auftakt der Bauarbeiten (von links): Wassermeister Thomas Neugebauer, Siegfried Vetter von der Gemeindeverwaltung, Bürgermeister Lothar Koch, Wiesenfelds Ortsvorsteher Günter Beck und Parlamentschef Bernhard Bock.

Burgwald. 1,2 Millionen Euro investiert die Gemeinde Burgwald in eine neue Wasserversorgung.

Bis die Wiesenfelder wieder ihr weiches Trinkwasser aus ihrem Tiefbrunnen geliefert bekommen, wird es noch bis 2017 dauern. Doch mit einem symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Burgwald am Mittwoch die Bauarbeiten für eine neue Wasserversorgung gestartet.

Die Neuversorgung gliedert sich in vier Projekte. Die ersten drei kosten zusammen rund 1,2 Millionen Euro, erläuterte Bürgermeister Lothar Koch. Wasserleitung Ernsthausen

Der Baustart erfolgt am Hochbehälter Ernsthausen. Wie berichtet, wird zunächst eine 2,2 Kilometer lange Wasserleitung von Ernsthausen nach Wiesenfeld verlegt. Damit kann Wiesenfeld aus dem Tiefenbrunnen Ernsthausen versorgt werden. Umgekehrt können die Ernsthäuser im Bedarfsfall auch Wasser aus Richtung Wiesenfeld erhalten. Bisher besteht ihre Wasserversorgung aus einer Insellösung.

Die Bauarbeiten für diese 276.000 Euro teuere Leitung werden, falls das Wetter mitspielt, im Januar beginnen und acht bis zehn Wochen dauern.

Wasserleitung Burgwald

Im kommenden Jahr wird eine neue Wasserleitung vom Tiefenbrunnen Wiesenfeld zum Hochbehälter Burgwald gebaut. Geschätzte Kosten 250.000 Euro.

Filteranlage Wiesenfeld

Größter Brocken mit 525.000 Euro ist die Wasseraufbereitung: Für die Kohlefilteranlage wird ein Anbau an den Tiefenbrunnen Wiesenfeld gebaut. Sie filtert die 2010 im Trinkwasser entdeckte giftige Chemikalie 1,1,2,2,-Tetrachlorethan aus dem Trinkwasser. Dass dies möglich und wirtschaftlich ist, hatte, wie berichtet, eine Probefilterung gezeigt.

Wasserleitung Frankenberg

Zudem will die Gemeinde Burgwald danach noch die Wasserleitung zwischen Frankenberg und Burgwald erwerben. Diese hat die Energiegesellschaft Frankenberg gebaut, um nach dem Ausfall des Tiefenbrunnens Wiesenfeld Wasser nach Burgwald liefern zu können.

„Damit haben wir alles getan, damit die Wiesenfelder wieder ihr Wasser bekommen und die Gemeinde wieder selbst die Wasserversorgung aller Ortsteile übernehmen kann“, sagte Bürgermeister Lothar Koch.

Wie sich die Gemeinde seit dem Ausfall des Tiefenbrunnes Wiesenfeld behilft und mehr zum Thema lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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