Seit 50 Jahren im Dienst

Auf der Baustelle fühlt er sich wohl

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Burgwald-Bottendorf - Baggerfahren ist der Traum fast aller kleinen Jungen - Ernst Plett hat ihn sich wahr gemacht, wenn auch über Umwege. Seit 50 Jahren arbeitet er im Bottendorfer Unternehmen Ernst Ochse.

Er war erst 14 Jahre alt, als für Ernst Plett der erste Arbeitstag anstand, damals im Jahr 1962. Der junge Mann wollte sich zum Elektriker ausbilden lassen, drei Jahre später war er fertig. Er blieb in seinem Ausbildungsbetrieb bei Ernst Ochse in Bottendorf - bis heute. Gestern feierte er dort Jubiläum, seit 50 Jahren ist er im Betrieb.

„Es hat mir immer Spaß gesagt“, sagte der Jubilar während einer kleinen Feierstunde im Betrieb mit seiner Ehefrau Brunhilde und der Geschäftsleitung. „Es bleibt einiges Persönliches hier hängen“, fügte er hinzu. Plett hat Höhen und Tiefen des Unternehmens miterlebt und den Aufstieg von einer kleinen Elektrowerkstatt in einem umgebauten Stall zu einem Elektro- und Tiefbauunternehmen mitgetragen.

„Wir alle haben immer gerne mit dir gearbeitet“, richtete sich Bauleiter Günter Ahlborn an Ernst Plett. Dann warf er einen kurzen Blick auf die Karriere des Jubilars in dem Unternehmen. „Kurz nach der Lehre hast du die Baggerei übernommen, was du bis heute hervorragend beherrschst“, sagte er. Bis 1985 habe er unter dem ­Unternehmensgründer Ernst Ochse gearbeitet, danach unter seinem Nachfolger Gerhard Ochse und heute unter Ahlborn und den beiden Geschäftsführerinnen Margot und Christina Ochse.

„Du bist immer ansprechbar bei Problemen, für die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter“, sagte Ahlborn und überbrachte die Gratulation aller im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter. Plett selbst zeigte sich stolz, nicht nur auf die lange Zeit, die er im Unternehmen tätig ist. Er erinnerte an die Entwicklung, die das Unternehmen gemacht hat.

Der Willersdorfer ist auch mit 64 Jahren noch immer im Bagger tätig. Insbesondere aber obliegen ihm die Baustellenplanung und die Vorarbeit. „Deine Baustellen laufen einwandfrei“, sagte Ahlborn. Plett zeichnete etwa für die kürzlich abgeschlossenen Arbeiten am Kabelnetz im Gemündener Stadtteil Grüsen verantwortlich, bei denen fast die komplette Gemündener Straße aufgerissen werden musste.

Bis zur Rente ist es für Platt nicht mehr weit, ein halbes Jahr möchte er noch machen. „Dann will ich ein bisschen mehr Zeit mit meinen Enkeln verbringen“, sagte er. Die können dann jede Menge Zeit im großelterlichen Haus verbringen - und Plett in der Landwirtschaft helfen. Der Elektriker ist neben seiner Tätigkeit bei Ernst Ochse Nebenerwerbslandwirt. Kurz nach fünf Uhr steht er auf und kümmert sich um das Vieh, Abends nach der Arbeit dasselbe. „Das mache ich schon so lange ich denken kann“, sagt er. Und das soll auch nach dem Eintritt ins Rentenalter so bleiben.

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