Bauarbeiten rund ums Frankenberger Tor

Baustelle auf der Hauptverkehrsader

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Der Einmündungsbereich der Siegener Straße in die Röddenauer Straße steht im Mittelpunkt der umfangreichen Bauarbeiten, die mit den Sommerferien beginnen. Es entsteht eine Ampel, auch um den Verkehr vom und zum „Frankenberger Tor“ zu lenken.

Frankenberg - Die Verkehrssituation in Frankenberg ist jetzt schon schwierig und mit Beginn der Ferien wird sie noch schwieriger: Die Bauarbeiten an der Röddenauer Straße starten.

Umleitungen zu fahren gehört in Frankenberg mittlerweile zum Alltag: Aue­straße, Stapenhorststraße, bis zum vergangenen Freitag die Marburger Straße, vor wenigen Wochen die Bahnübergänge, einige Anwohnerstraßen - es wird viel gebaut. „Wir muten der Bevölkerung einiges zu“, gesteht Bürgermeister Rüdiger Heß ein. Doch: „Hinterher wird alles besser“, verspricht er.

Bevor es besser wird, wird es allerdings erst einmal schlimmer: Mit Beginn der Sommerferien wandelt sich eine der Hauptverkehrsadern, die Röddenauer Straße, zu einer Einbahnstraße. Bereits jetzt wird dort an den Versorgungsleitungen gebaut. Dann weicht auch der Asphalt: Die Straße und Teile der Kanäle werden grundhaft erneuert. Zugleich entsteht eine neue Ampel - eigentlich etwas, wogegen sich der Bürgermeister stets stemmt.

An dieser Stelle ist es offenbar nötig, um den Verkehrsfluss vom und zum entstehenden Einkaufszentrum zu lenken. Aus diesem Grund hat die Stadt auch einen kleinen Teil des brachen Kugel-Geländes erworben. So soll die Fahrbahn etwas verändert werden - was wiederum in der Siegener Straße großzügige und sichere Querungen für Fußgänger ermöglicht. Auch diese Straße ändert in den nächsten Wochen ihr Gesicht: Auf eigene Kosten baut Investor Ten Brinke eine Abbiegespur, um die Zufahrt zum Parkdeck zu ermöglichen. „Wir werden aber darauf achten, dass stets entweder die Auestraße oder die Siegener Straße befahrbar ist“, sagt Frankenbergs Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Der Vorteil: Auch wenn beide Abschnitte getrennte Auftraggeber haben und getrennt abgerechnet werden, liegt die Planung in einer Hand und mit der Firma Mütze ist auch die bauausführende Firma die gleiche. So soll sichergestellt sein, dass nicht nur der tegut-Markt, sondern auch die übrigen Geschäfte vom Bahnübergang bis zur Auestraße stets erreichbar sind. „Es wird nur beim Asphaltieren zu Einschränkungen kommen, weil der Asphalt 24 Stunden trocknen muss“, erklärt Mütze. Die Geschäftstreibenden würden aber rechtzeitig über diese Arbeiten informiert, ergänzt Dittmar.

Einbahnstraße in den Ferien

Die Stadt arbeitet ab Beginn der Sommerferien mit einer Einbahnstraßen-Regelung. Der Verkehr wird die Röddenauer Straße aus Richtung der Walddörfer kommend stets passieren und in die Marburger Straße wie die Bahnhofstraße abbiegen. Erstere ist seit Freitag nach Beendigung der dortigen Bauarbeiten wieder beidseitig zu befahren. Dennoch rät Bürgermeister Rüdiger Heß dazu, den gesamten Bereich zu meiden, wenn es anders geht. Die Verkehrsbelastung werde zeitweise spürbar zunehmen.

„Der Knackpunkt ist der Bahnübergang“, sagt Dittmar - denn der gehe im September in Betrieb. Bis dahin seien dort alle Anlagen wie Ampeln und Schranken installiert. Und ab September würden auch die Baustoffe und Waren am Frankenberger Bahnhof angeliefert, die im weiteren Verlauf der Strecke für die Reaktivierung gebraucht würden. „Frankenberg ist der Umschlagplatz“, sagt Dittmar. Ab September ist also mit Güter- und Bauverkehr auf der Schiene zu rechnen.

„Wir haben unsere Bauabläufe darauf eingestellt“, erläutert der Bauamtsleiter. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen alle Arbeiten - laufende wie anstehende - in einem ehrgeizigen Zeitrahmen erledigt sein. „Ende Oktober wollen wir fertig sein“, sagt Karsten Dittmar. Zeitlich fällt das nahe mit einem anderen Termin zusammen: der Eröffnung des „Frankenberger Tors“.

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