Frankenberger gewinnt 13. Beach-Cup

Becker trotzt Verletzung, Publikum dem April-Wetter

Frankenberg. - Der 13. Beach-Cup war ein gelungener. Die Organisatoren blickten trotz durchwachsenen Wetters durchaus stolz auf drei Tage zurück, die Strandparty und Beachvolleyball-Action zur Genüge boten. Die Krönugn folgte zum Abschluss am Sonntag: Lokalmatador Paul Becker gewann mit Partner Hannes Goertznach einer turbulent-emotionalen Woche das renommierte Turnier.

Erst war er außer Gefecht, dann kam er doch, um „irgendwie mitzuspielen“; am Ende stand er auf dem Podest mit der 1: Paul Becker hat sich den Traum von einem Heimsieg in Frankenbergs Altstadt erfüllt und hat als erster heimischer Volleyballer das A-Plus-Turnier auf dem Obermarkt gewonnen.

Am Sonntagnachmittag brachte der 21-Jährige 250 Zuschauer rund um den Centre Court auf dem Obermarkt in Verzückung und sich selbst einen Riesenschritt weiter in Sachen Saisonziel. Nach dem insgesamt dritten Sieg bei einem Turnier der höchsten bundesweiten Kategorie kann Becker die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Timmendorf quasi einplanen.

Nach einem Samstag mit Hochs und Tiefs beeindruckte das erst seit einigen Wochen zusammenspielende Duo am Finaltag mit fast fehlerfreiem Spiel und Nervenstärke. Während sich Becker vor allem über die deutlich bessere Aufschlagquote freute, begeisterte der 1,96 Meter große 29-Jährige als „Wand“ mit starken Blockaktionen. So auch in der Neuauflage des Finals von 2010 gegen Manuel Lohmann und Jonas Schröder. 22:20 ging der erste, 21:19 auch der zweite an das Duo mit dem Lokalmatador, der anschließend das Bad in der Menge genoss.

Kein Wunder: Bis Donnerstag war ein Start nahezu undenkbar, nachdem sich Becker am Sonntag zuvor eine Verletzung am Oberschenkel zugezogen hatte. „Doch was die Physiotherapeuten hier geleistet haben, ist unfassbar“, lobte der Turniersieger die medizinische Betreuung unter der Woche.

Einen Favoritinnensieg gab es bei den Frauen. Die an eins gesetzten Kira Walkenhorst und Melanie Gernert (Aachen/Berlin) gaben im gesamten Turnier keinen einzigen Satz ab und besiegten im FInale Jenny Heinemann und Marika Steinhauff aus Berlin mit zweimal 21:16 abblitzen.

Beim TSV Frankenberg und dem Förderverein des Volleyballsports zog man anschließend ein positives Fazit des Turniers, das mit zwei begeisternden Musikgruppen und mehr auch wieder ein ansprechendes Rahmenprogramm bot. „Es macht Spaß zu sehen, dass die Ränge voll sind und hier ein Frankenberger gewinnt. Und von den Zuschauern bleiben eben viele bewusst sitzen und sind nicht Passanten, die mal fünf Minuten vorbeischauen“, unterstrich Fördervereins-Vorsitzende Eiko Ochse den Stellenwert der Veranstaltung. Deren sportlich herausragende Stellung untermauerte auch Uwe Burkard: „Viel mehr deutsche Topspieler kann man nicht mehr bekommen“, sagte der TSV-Volleyball-Abteilungsleiter.

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