38.000 Euro an Erlös aus dem Stadtwald erwartet

Bewirtschaftung des Battenberger Waldes wird deutlich teurer

Battenberg. Der Forsteinrichtung für die nächsten zehn Jahre – also den geplanten Einschlags- und Neuanpflanzungszahlen – haben die Battenberger Ausschussmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung zugestimmt.

Pro Jahr kann die Stadt – inklusive der Jagdpacht – nach diesen Zahlen mit jährlichen Einnahmen von etwa 38.000 Euro aus dem gut 900 Hektar großen Stadtwald rechnen. Sinnvoll nannte es Bürgermeister Heinfried Horsel, dass die Stadt zwei eigene Waldarbeiter beschäftige. Diese Mitarbeiter sind sechs Monate im Wald tätig, die anderen sechs für den städtischen Bauhof. Es habe sich bewährt, wenn „die eigenen Leute pflanzen“, sagte der Bürgermeister.

Kritisch sahen viele Mitglieder des Haupt- und Finanz- sowie des Ausschusses für Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Umwelt hingegen eine angekündigte Erhöhung der Beförsterungskosten – also den Betrag, den das Forstamt Frankenberg für die Bewirtschaftung des Battenberger Waldes einbehält. Die Beförsterungskosten von derzeit 35.423 Euro sollen im Nachtrag auf 38.714 Euro steigen (plus 9,29 Prozent) und im Jahr 2011 ein weiteres Mal auf dann 39 497 Euro.

Auf Nachfrage räumte Bürgermeister Horsel ein, dass die Beförsterung nicht über das Forstamt erfolgen müsse; es sei auch eine privatwirtschaftliche Beförsterung denkbar. „Die Stadt Lichtenfels, die über drei- oder vier Mal so viel Wald verfügt, hat das mal ernsthaft in Erwägung gezogen, letztlich aber doch nicht gemacht“, berichtete Horsel über seinen Amtskollegen Uwe Steuber. Es sei „nicht zu erwarten, dass die Beförsterung eines 800 bis 900 Hektar großen Waldes dadurch wesentlich günstiger werden“, meint Horsel. Und, was noch gravierender sei: „Als kleiner Waldbesitzer würden wir beim Holzverkauf sicher schlechtere Preise erzielen.“ Das Fazit des Bürgermeisters: Bei der Erhöhung der Beförsterungskosten „auf dem jetzigen Niveau sehe ich keinen Anlass, zu wechseln.“

Keine Weihnnachtsbäume

Die Klage des Finanzausschussvorsitzenden Rüdiger Weiß: „Aus dem eigenen Stadtwald kriegen wir nicht mal mehr unsere Weihnachtsbäume für Schulen und Kindergärten umsonst“, konterte Horsel mit den Worten: „Es war wirtschaftlicher, 490 Euro in diese Weihnachtsbäume zu investieren, als drei Leute eine Woche lang im Stadtwald suchen zu lassen.“

Dazu muss man wissen, dass Fichten im Battenberger Wald immer seltener werden. Statt dessen pflanzt das Forstamt Douglasien, die den sich ändernden klimatischen Bedingungen besser gewachsen sind. (off)

Quelle: HNA

Kommentare