Tagung der Senioren-Clubleiter befasste sich mit ehrenamtlichen Hospizvereinen

Begleitung beim Sterben

Christl Weimann

Frankenberg. Auf der Tagung der Senioren-Clubleiter hatte Kreis-Seniorenbetreuerin Elfriede Ramp ein schwieriges Thema auf die Agenda gesetzt: Sterbebegleitung und Bestattungsvorsorge.

Christl Weimann, Leiterin der Pflegeschule und Vorsitzende des Hospizvereins Frankenberg: „Im Vergleich zu früher sterben Menschen heute oft allein, 80 Prozent in der Regel in Pflegeheimen oder Krankenhäusern.“ Seit 1998 begleitet der Frankenberger Hospizverein das Sterben zu Hause mit zwölf aktiven, ehrenamtlichen Mitarbeitern. Christl Weimann: „Die Nachfrage nach der Begleitung steigt deutlich und in den letzten fünf Jahren nimmt die Zahl der Menschen ab 50 Jahren zu.“

Im Jahr 2010 begleitete der Hospizverein 220 Menschen auf ihrem letzten Weg. Christl Weimann: „ Nicht der Tod ist schrecklich, sondern das Sterben.“

Sterben als Lebensabschnitt

Aber Sterben sei auch ein Lebensabschnitt und der Hospizverein habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in Würde aus dem Leben zu begleiten. Weimann weiter: „Inzwischen hat sich Landrat Dr. Reinhard Kubat öffentlich zu einer stationären Hospizeinrichtung positiv geäußert und wir haben die Hoffnung, dass eine solche Einrichtung möglichst schnell realisiert wird.“

Vor dem Referat von Christl Weimann hatte Elfriede Ramp DRK Geschäftsführer Peter Herwig, die Ehrenmitglieder Dr. Hans-Hermann Dietrich und Josef Kohl, sowie den ehemaligen DRK-Geschäftsführer Hans Herwig Peter zur jährlichen Tagung der Clubleiter im Katastrophenschutz-Zentrum in Frankenberg begrüßt.

Peter Herwig erläuterte: „Im Gegensatz zum Nordkreis, ist der Süden des Landkreises im ehrenamtlichen Bereich den Seniorenarbeit sehr gut aufgestellt.“ Das sei vor allen Dingen den Leitern der Seniorenclubs und Elfriede Ramp zu verdanken.

Nicht nur eine Bedrohung

„Man sollte den demographischen Wandel nicht nur als Bedrohung begreifen, sondern auch als Chance für Gestalten und Wandel, und dass tun die ehrenamtlichen Seniorenbetreuer,“ schloss Herwig.

Bestattungsunternehmer Dieter Scholl referierte anschließend über Bestattungsvorsorge. Foto: od

Von Olaf Dudek

Quelle: HNA

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