Battenberg

„Bei Biomasseförderung die Nase weit vorn“

- Battenberg (r/mba). Kai-Uwe Spanke, Bürgermeister aus Wetter, ist weiterhin Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland. Er wurde bei der Hauptversammlung am Montagabend wiedergewählt. Regionalmanager Stefan Schulte zieht Bilanz über die geförderten Projekte.

Bei den turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen wurden neben Spanka auch seine beiden Stellvertreter Dr. Ursula Mothes-Wagner und Gerd-Jürgen Daubert auf ihren Posten bestätigt. Rund 30 Mitglieder des Regionalentwicklungsvereins waren der Einladung nach Battenberg gefolgt. Außer den Vorstandswahlen standen die Verabschiedung des Haushaltes und eine Bilanz der bisher geleisteten Arbeit an diesem Abend auf der Tagesordnung. Regionalmanager Stefan Schulte präsentierte der Versammlung eine Übersicht der seit 2007 aus dem „Leader-Programm“ geförderten Projekten. Besonders erfreulich sei die starke Nachfrage bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Es seien bereits acht Bioenergieanlagen auf den Weg gebracht worden, sagte Schulte. Das Fördervolumen belaufe sich auf über 500 000 Euro. Zu den Anlagen zählen das Bioenergiedorf Oberrosphe, eine Biogasanlage in Langenstein, die Biogasdemonstrationsanlage der Firma Viessmann sowie mehrere Pelletanlagen. Weitere Projekte sind in Vorbereitung „Im Vergleich zu allen anderen hessischen Leader-Regionen haben wir damit bei der Biomasseförderung die Nase weit vorn. Mit diesen Maßnahmen wird nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet, sondern werden auch Arbeitsplätze in der Region gesichert,“ sagte Schulte. Positive Effekte für den Arbeitsmarkt hätten zudem die elf Existenzgründungen mit einem Fördervolumen von 175000 Euro sowie weitere acht touristische Projekte ausgelöst, die mit knapp 200000 Euro gefördert werden. Insgesamt wurden zwischen 2007 und 2009 in der Region 37 Projekte bewilligt. Dabei bewirkten die gut eine Million Euro Fördermittel laut Schulte knapp neun Millionen Euro an Investitionen bei Unternehmen, Kommunen und Vereinen. Schließlich berichtete Schulte von einem erfreulichen Zuwachs an Vereinsmitgliedern. Insbesondere im Bereich Burgwald konnten viele „touristische Leistungsträger“ als neue Mitglieder gewonnen werden, sagte der Regionalmanager. Allein seit 2007 wuchs so die Mitgliederzahl um knapp 50 Prozent auf 150. Bei den Fördermitgliedern konnte die Zahl sogar von 15 auf über 40 angehoben werden. In seinem Rechenschaftsbericht verwies Spanka ebenfalls auf die Vielzahl von „Leader-Projekten“, die im vergangenen Jahr vom Vorstand befürwortet. Zu diesen gehören auch die „Extratouren“ im Ederbergland. So verfügt die Region insgesamt über 17 prämierte Rundwanderwege, die zusammen mit der „Traumroute“ Burgwaldpfad ein Länge von 276 Kilometer haben und bundesweit bekannt sind. Hinzukommen wird noch der Ederhöhenpfad von Hatzfeld bis zum Edersee, ebenfalls als Qualitätswanderweg. Außerdem haben sich über 15 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe im Burgwald und Ederbergland als „wanderfreundlich“ zertifizieren lassen. „Nach dieser deutlichen Verbesserung der Wanderinfrastruktur, wird künftig Marketing das A und O in den Tourismusaktivitäten sein“, sagte Spanka. So wird sich die Wanderregion sowohl im April auf der Oberhessenschau in Marburg wie auch beim Hessentag in Stadtallendorf präsentieren. In Kürze erscheint ein spezieller Taschen-Führer für Wanderer mit Informationen zu allen Wanderwegen. Auch der „Geopark Grenz-Welten“ soll künftig genutzt werden, um noch mehr für Angebote aus der Region Burgwald-Ederbergland zu werben. Zufrieden zeigte sich Spanka mit der achten Burgwaldmesse in Frankenberg im vergangenen September. Trotz Wirtschaftskrise konnten dafür 218 Aussteller gewonnen werden. Karl-Heinrich Naumann aus Oberrosphe vertritt den Verein beim Kulturherbst. Er kündigte an, dass es die Veranstaltung in diesem Jahr wieder in zeitlich abgespeckter Form vom 24.Oktober bis 14.November geben wird. Die Auftaktveranstaltung wird in Wohratal sein. Dr. Renate Buchenauer, Projektkoordinatorin des internationalen Projektes Hugenotten- und Waldenserpfad, verwies auf die Neugründung des nationalen Vereins im Sommer 2009. Buchenauer geht davon aus, dass im Laufe des Jahres in Hessen zirka 80 Prozent des Hugenottenpfades einschließlich seiner Schleifen markiert werden. Zum Schluss der Versammlung kündigte der Vorsitzende Spanka an, dass für Ende des Jahres eine weitere Versammlung geplant ist, in der Rückblick auf die vor zehn Jahren aufgestellten kommunalen und regionale Agenda 21 gehalten werden soll. „Wir versprechen uns hiervon neue Themen und weitere Impulse für die Regionalentwicklung, sagte Spanka.

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