Oberstleutnant Uwe Stahl bewies Zivilcourage

Beim Bataillonsappell Lebensretter geehrt

Uwe Stahl

Frankenberg. Beim Bataillonsappell in der Burgwaldkaserne zum Monatsende gab es eine Beförderung zum Feldwebel, zwei Verabschiedungen langjähriger Berufssoldaten in den Ruhestand sowie eine besondere Ehrung.

Oberstleutnant Uwe Stahl, stellvertretender Bataillonskommandeur, wurde mit einer förmlichen Anerkennung ausgezeichnet. Er hatte am Mittwoch, 2. Februar, gegen 22 Uhr eine 24-Jährige aus der Eder gerettet, die in der Wilhelmstraße möglicherweise in Suizidabsicht von der Brücke in die eiskalten Fluten gesprungen war, hieß es. Mit einem gebrochenen Sprunggelenk wurde die junge Frau in das Kreiskrankenhaus Frankenberg gebracht.

Kommandeur Oberstleutnant Thomas Mauer betonte in seiner Ansprache, dass Mut und Tapferkeit von einem Soldaten nicht nur in Ausübung des militärischen Dienstes, sondern auch in allen Lebensbereichen gefordert seien. Stahl habe Zivilcourage bewiesen und die junge Frau vor dem möglichen Tode bewahrt.

In den Ruhestand wurden die beiden langjährigen Berufssoldaten Stabsfeldwebel Rainer Schulz und Stabsfeldwebel Friedhelm Wisker verabschiedet.

Schulz kam 1977 zur Bundeswehr und wurde an verschiedenen Standorten als Flugabwehrspezialist an unterschiedlichen Waffensystemen und Systemkomponenten ausgebildet und verwendet. In Nordhessen war der aus Norddeutschland stammende Schulz in Homberg und Bad Arolsen stationiert, bevor er 2004 nach Frankenberg versetzt wurde. Hier war er in der fünften Kompanie als Kompanietruppführer eingesetzt.

Wisker, gebürtiger Kirchhainer, kam 1980 in Stadtallendorf zur Bundeswehr. Als ausgebildeter Panzermann diente er bei verschiedenen Panzerbataillonen in Nordhessen. 1985 besetzte er eine Stelle als Truppenfernmeldefeldwebels. Eine Verwendung in Stadtallendorf als Kompanietruppführer und als Fernsprechfeldwebel in Neustadt folgte. Ab 2004 war er Kompanietruppführer in der hiesigen vierten Kompanie. (cz)

Quelle: HNA

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