Beleidigungen und rechte Parolen durch betrunkenen Unfallfahrer

Breidenbach. Nach diversen Vorfällen in der Nacht zum Sonntag muss sich ein 19-jähriger Mann demnächst vor Gericht verantworten - unter anderem wegen eines Verkehrsunfalls unter Alkoholeinfluss, wegen des Verdachts des weiteren Fahrens unter Alkoholeinfluss, wegen Beleidigung und wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. Dies berichtete die Polizei am Dienstag.

Die Polizei veranlasste Blutproben und stellte den Führerschein des Breidenbachers sicher. Am 15. Januar, gegen 1.30 Uhr, war der junge Mann mit der Beifahrerseite seines Fiats in der Buchwaldstraße beim Wenden und Rückwärtsfahren gegen die dortige Grundstückseinfriedung gestoßen. Am Pkw und an der Mauer entstand ein Schaden von 880 Euro.

Ein Hausbewohner hatte den Anstoß mitbekommen. Es erfolgte ein Personalienaustausch. Die Tatsache, dass der Unfallverursacher entgegen der erfolgten Zusage, den Wagen stehen zu lassen, davonfuhr, brachte schließlich die Polizei ins Spiel, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Polizei Dillenburg nahm den erheblich alkoholisierten Mann in Dietzhölztal fest und übergab ihn der Polizei Biedenkopf. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Marburg entnahm ein Arzt zwei Blutproben, wobei der Proband den Mediziner beleidigte. Außerdem gab er auf der Wache rechte Parolen von sich.

Die Polizei brachte den Mann nach Hause, um dort den Führerschein sicherzustellen. Dort bemerkten die Beamten weitere verbotene Symbole im Zimmer des Mannes. In diesem Fall handelte es sich um Hakenkreuze, so die Beamten.

Da der junge Mann nach wie vor keine Ruhe gab, blieb den Beamten letztlich nichts anderes übrig, als ihn zur Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen wieder mitzunehmen und auszunüchtern. (nh/jun)

Quelle: HNA

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