Landjugend Haubern erlebte beim Folklore-Festival Europeade auch Unerwartetes

Bemerkenswerte Reise

Erinnerungsfoto: Die Volkstänzer aus Haubern in Padua vor dem Prato della Valle, dem drittgrößten Innenstadtplatz Europas nach dem Roten Platz in Moskau und dem Place de la Concorde in Paris. Fotos:  nh

Haubern/Padua. Mit vielen schönen Erinnerungen sind die Volkstänzer der Landjugend Haubern von der Europeade in Padua zurückgekehrt. Allerdings lief bei dem Folklore-Festival, das diesmal in Norditalien stattfand, nicht alles so, wie es die Hauberner erwartet hatten.

„Die Stadt an sich war gar nicht richtig auf die Europeade vorbereitet, viele Einwohner wussten gar nicht, was das für eine Veranstaltung ist“, bedauerte Carolin Schmidtmann, die Vorsitzende der Landjugend Haubern. Und: Die Gruppe, die seit 1987 an Europas größter Folklore-Veranstaltung teilnimmt, war in einer Jugendherberge 30 Kilometer außerhalb Paduas untergebracht. „Da kam gar kein richtiges Europeade-Feeling auf, das war sonst besser“, sagte Schmidtmann.

Bei dem fünftägigen Festival hatten die Hauberner mehrere Auftritte, an den ersten werden sie sich sicher noch lange erinnern: Kurz bevor sie in der Stadt tanzen wollten, fiel ihr Akkordeonspieler wegen Kreislaufproblemen aus – kein Wunder bei 30 bis 35 Grad. Die Hauberner taten sich deshalb spontan mit einer belgischen Gruppe aus Flandern zusammen, die auf diesem Platz ebenfalls einen Auftritt hatte. „Die Belgier konnten einige Tänze, die wir auch tanzen“, berichtete Schmidtmann.

Die Landjugendgruppe ging am Samstag im Festzug mit und tanzte am Sonntag beim Abschlussfest vor 4000 Zuschauern im Stadion mit der Landjugend aus Linsengericht (Main-Kinzig-Kreis).

Urlaub und Freizeit

Auch für Urlaub und Freizeit blieb Zeit: Zu Beginn der neuntägigen Reise verbrachte die Gruppe zwei Tage am Strand in Rimini, zwischendurch ging’s zu einer Stadtbesichtigung mit Gondelfahrt nach Venedig – und das alles bei bestem Sommerwetter. „Das war schon super im Gegensatz zu zuhause“, schwärmte Carolin Schmidtmann nach der 13-stündigen Busrückfahrt ins verregnete Frankenberger Land.

Im nächsten Jahr findet die Europeade in Gotha in Thüringen statt. Die Hauberner werden wieder dabei sein. Nur auf eines müssen sie dann wohl verzichten: auf einen Strandurlaub.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

Kommentare