Forstamt Burgwald investiert 15.000 Euro am Herrenweg

Beregnung sichert Qualität von Wurfholz

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Der Testlauf der überarbeiteten Beregungsanlage im Burgwald am Herrenweg war erfolgreich. Darüber freuten sich (v.l.) Arno Süssman, Frank Kleinwächter und Matthias Hupfeld.

Burgwald - Es ist einer der größten Nasslagerplätze in ganz Hessen: Bis zu 75?000 Stämme haben dort Platz, wenn Holz nach Windwürfen gelagert werden muss. Um für den nächsten Ernstfall gewappnet zu sein, hat das Forstamt eine neue Steuerung installieren lassen und die Leitungen und Regner überarbeitet.

Derzeit ist der Lagerplatz am Herrenweg nur eine große, brach liegende Fläche, hohe Gräser, Brennnesseln und Disteln wachsen. Doch alle paar Jahre – immer nach heftigen Stürmen – verändert sich der Platz dramatisch: Dann türmen sich links und rechts des Waldweges das Holz vier Meter hoch auf, Reihe an Reihe, Stamm an Stamm.

Drei bis vier Jahre bleibt das Holz dort liegen. Ziel der Beregnung ist es, Insekten und Pilze aus den Stämmen zu halten und es so für zwei bis drei Jahre lagerfähig zu machen. Im Winter schützt eine Eisschicht das Holz vor Schädlingen. Die Qualität des Holzes bleibt erhalten – so gleicht das Forstamt nach Windwürfen Preisschwankungen aus.

Derzeit ist der Platz leer und dient lediglich, um Verkaufsholz kurzfristig zwischenzulagern. Doch Stürme mit Windwurf sind jederzeit möglich, deshalb muss die Beregnungsanlage stets einsatzbereit sein. Damit das der Fall ist, hat das Forstamt in den vergangenen Wochen die Leitungen, Dichtungen und die Regner kontrolliert und zum Teil ausgetauscht und eine neue Steuerung mit Regensensor und Strömungskontrolle installieren lassen. Dafür hat das Forstamt etwa 15.000 Euro investiert.

Den Zuschlag für die Steuerung hat nach der Ausschreibung die heimische Firma AGEB bekommen. Revierleiter Matthias Hupfeld freute sich besonders darüber, denn als Firma vor Ort könne sie bei Störungen kurzfristig reagieren. Gestern fand ein öffentlicher Testlauf statt, zu dem einige interessierte Zuschauer an den Herrenweg gekommen waren. Der Test war erfolgreich: Pumpen und Regner funktionieren einwandfrei. Hupfeld und der stellvertretende Forstamtsleiter Arno Süssmann informierten im Rahmen des Testlaufs über die Funktionsweise und die Technik der Beregnungsanlage.

Diese wässert die Stämme aus bis zu 300 Regnern. Dabei ist es wichtig, dass das Holz sehr kompakt gelagert wird. Deshalb wird es auf genau 18 Meter Länge gesägt, bevor es nach einem genauen System gestapelt wird. So stellen die Waldarbeiter sicher, , dass die Regner jeden Quadratzentimeter erreichen und zudem das übrige Wasser abfließt. Die Beregnungsanlage wird über starke Pumpen aus zwei Teichen gespeist. Wasser, das nicht vom Holz aufgenommen wird, fließt über Gräben zurück in die Reservoirs.

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