"Abend der Begegnung" in Birkenbringhausen

Berichte aus der Partnergemeinde

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Gemeindepfarrer Ulrich Schnell (r.) und die Referenten, die vom Leben der evangelischen Christen in Südafrika, berichteten: Präses Adam Daume, Pfarrer Matthias Bringmann, Pastor Wolf von Kilian und Dekanin Petra Hegmann (v.l.). Foto: Willi Arnold

Burgwald-Birkenbringhausen - Seit 1983 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Frankenberg und der Gemeinde Borwa 1 in Südafrika. Im Rahmen eines Missionsfestes am Wochenende bekamen die Besucher Informationen über die Situation in der Partnergemeinde.

Einen Eindruck vom Leben evangelischer Christen in Südafrika bekamen die Besucher beim „Abend der Begegnung“ in Birkenbringhausen. Es referierten Dekanin Petra Hegmann, Präses Adam Daume und Pfarrer Matthias Bringmann, die von ihrem Besuch in der evangelisch lutherische Partnerkirche Bora-1 - rund 200 Kilometer südwestlich von Johannesburg - berichteten.

Moderiert wurde der Abend vom Missionsbeauftragten des Kirchenvorstands aus Birkenbringhausen, Karl-Heinz Cronau. Der Missionstag war Auftakt zum Missionsfest des Kirchspiels Wiesenfeld, der Freien evangelischen Gemeinde und den Freunden der Hermansburger Mission.

Dekanin Hegman ging in ihrem Teil des Vortrags auf das „Grundsätzliche der Partnerschaft“ ein, die seit 1983 besteht und unter dem Motto „One in Christ - eins in Christus“ steht. Sie sprach über die Situationen der Pfarrer in den bis zu 80 Kilometer auseinanderliegenden Orten der Gemeinde und der Konkurrenz unter den christlichen Gemeinden sowie deren Strukturen.

Pfarrer Matthias Bringmann aus Kirchlotheim brachte den Zuhörern das Gemeindeleben in Borwa näher. Er erklärte, wie die Sitzordnungen in den Kirchen gestaltet und dass der Gottesdienst und der Glaube dazu beitrage, den grauen Alltag der Menschen für einige Stunden zu vergessen. Präses Adam Daume sprach über die politische Situation im ethnisch sehr gemischten Südafrika - das auch als Regenbogennation bekannt ist. Er stellte die Situation der Bevölkerung dar: Die Menschen auf dem Land zieht es - aufgrund des Arbeitsplatzverlustes - in die Zentren, wo sie zum Teil weiterhin in Wellblechhütten leben. Er berichtete auch von luxuriösen Wohnhäusern und einem gewissen Wohlstand einer gehoben Mittelschicht in der schwarzen Bevölkerung.

Nach den Vorträgen entwickelte sich eine rege Diskussion, in die Pastor Wolf von Killian seine Erfahrung aus seiner 22- jährigen Tätigkeit in der Großstadt Kapstadt mit einfließen lies. Mit einem Missionsgottesdienst, an dem rund 120 Besucher im Dorfgemeinschaftshaus teilnahmen und der musikalisch vom Landfrauenchor aus Birkenbringhausen und einem Posaunenchor mit Musikern aus Röddenau, Wiesenfeld, Ernsthausen und Birkenbringhausen umrahmt wurde, begann der zweit Missionsfesttag. Im Anschluss waren alle Besucher zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. (wi)

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