Besonderes Abitreffen: Edertalschüler von 1966 waren in China

Lebendiger Geografie-Unterricht 50 Jahre später: Für zehn Edertalschüler des Abiturjahrgangs 1966 erfüllte sich beim Wiedersehen zwischen Tempeln, Pagoden und Palästen in China ein alter Kindheitstraum. Foto: nh

Frankenberg. Ein besonderes Abitreffen haben jetzt einige Abiturienten des Jahrgangs 1966 der Frankenberger Edertalschule gefeiert: in China.

Als im vergangenen Jahr der ehemalige Edertalschüler Martin Müller-Lorch, Pfarrerssohn aus Rosenthal und damaliger Klassensprecher, in einer Rundmail seine Mitschüler von 1966 darauf aufmerksam machte, dass es 2016 immerhin 50 Jahre Abitur zu feiern gäbe, meldete sich aus Peking sein Mitabiturient Peter Becker: „Warum nicht mal ein Klassentreffen bei mir in China?“

Aus dem zunächst scherzhaft geäußerten Wunsch wurde Wirklichkeit: Noch vor der offiziellen Wiedersehensfeier am 21. und 22. Mai in Frankenberg, gab es zum ersten Mal ein Abi-Treffen von ehemaligen Edertalschülern in Peking.

„Es war eine für uns alle höchst beeindruckende, unvergessliche Reise in eine bis dahin nur aus den Medien bekannte ferne Welt“, berichtete Ursula Grote geb. Schäfer aus Haina/Kloster. Dadurch, dass ihr seit 1995 in China lebender Klassenkamerad Peter Becker das zweiwöchige Programm mit viel Sachkenntnis vor Ort für die Gruppe geplant hatte, seien ihnen nicht nur die kulturell und historisch herausragenden Orte, sondern auch das Leben der Menschen dort sehr individuell vor Augen geführt worden.

Der vom damaligen „Industriehof (heute Burgwald) stammende Peter Becker arbeitete für mehrere deutsche Industrieunternehmen erfolgreich in China, zuletzt als Manager der Bosch Thermotechnology. Der 69-Jährige lebt mit seiner chinesischen Partnerin Wang Xiao in Peking, spricht mittlerweile die Landessprache und fühlt sich, wie er seinen Mitabiturienten berichtete, in China voll integriert mit einem netten Freundeskreis.

Die Besucher aus Deutschland führte er nicht nur vier Tage lang durch Peking mit Kaiserpalast, Tiananmen Platz, Großer Mauer, Sommerpalast, Himmlischem Tempel und Olympischem Park, sondern buchte abends für sie auch noch besondere regionaltypische Restaurants. Es schlossen sich je zwei Tage in Xi’an, in Hangzhou und in Shanghai an mit vielen touristischen Höhepunkten, darunter ein Fahrt zu den Terrakotta Kriegern im Kaiser-Mausoleum, eine Radtour auf der Stadtmauer und Besuche in malerischen Tempeln und Pagoden. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ging es von Shanghai zurück nach Peking.

Neun ehemalige Edertalschüler von 1966, teilweise in Begleitung ihrer Ehefrauen, gehörten zu Beckers Reisegruppe: Hannelore Briel, Birgit von Danwitz geb. Padberg, Ursula Grote geb. Schaefer, Jutta Prokop geb. Beisenherz, Ulrike Kammholz geb. Jung, Georg Waßmuth, Martin Mül-ler-Lorch und seine Frau Gre-te, Herbert Kill und seine Frau Ulrike sowie Randolf Müller und seine Frau Ursel Hofer.

„Dieses Wiedersehen in China, das wir uns vor 50 Jahren niemals hätten vorstellen können, war für auch mich ein unvergessliches Erlebnis“, meinte am Ende Gastgeber Peter Becker.

Quelle: HNA

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