Bestattung ohne Sarg nicht gefragt

Kaum spezielle Beerdigungen für Muslime

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Waldeck-Frankenberg. Bisher gibt es in Waldeck-Frankenberg kaum Nachfragen von Muslimen, ihre Toten hier nach ihrer Sitte – unter anderem ohne Sarg – zu begraben.

Die Städte und Gemeinden verfolgen aber den Stand der Diskussion im Hessischen Landtag, der ein Gesetz zur Lockerung des Sargzwangs bei Bestattungen prüft.

Eine Beisetzung in Tüchern nach islamischem Brauch soll nach dem Gesetzentwurf möglich sein – jedoch sollen die Kommunen selbst darüber entscheiden, ob es hygienische Gründe oder der Umweltschutz erlauben. Frankenberg, Korbach und Allendorf-Eder – die Kommunen im Kreis, in denen es Moscheen gibt – wollen zunächst abwarten, wie das Gesetz ausfällt, bevor sie weitere Schritte erwägen. Das teilten sie auf HNA-Anfrage mit.

Dass die Nachfrage nach muslimischen Bestattungen steigen wird, davon ist der Vorsitzende der türkisch-muslimischen Gemeinde Frankenberg, Ali Korkmaz, überzeugt. Denn bei den jüngeren Generationen lockere sich die Verbindung zur Türkei. (mab)

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Quelle: HNA

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