Folkloregruppe aus Jaraguá do Sul kommt am 16. Mai zur Landjugend Haubern

Besuch aus Brasilien

Erinnerung an 2007: Damals waren die Landjugend Haubern und befreundete Tänzer zwei Wochen in Brasilien, hier in Jaraguá do Sul, wo Stefan Hartmann (links) den Gastgebern ein Fotobuch aus Frankenberg überreichte. Archivfoto:  zpd

Haubern. Die Reise der Landjugend Haubern 2007 nach Brasilien war für die, die dabei waren, ein einmaliges Erlebnis. Jetzt kommen brasilianische Gastgeber von damals – die Folkloregruppe „Regenwalde“ aus Jaraguá do Sul – zum Gegenbesuch. Und die Hauberner wollen dafür sorgen, dass es auch für die Brasilianer eine einmalige Reise wird.

„Die Gruppe kommt am 16. Mai und bleibt zwei Nächte bei uns“, erzählt Carolin Schmidtmann der HNA. Die Vorsitzende der Landjugend Haubern gehörte vor dreieinhalb Jahren zu den 35 Teilnehmern der zweiwöchigen Brasilien-Reise. „Das war bisher unsere größte Fahrt.“

Jaraguá do Sul im Süden Brasiliens war damals die dritte Station. Dort, wie zuvor in Curitiba und Blumenau, waren die Tänzer und Musiker aus Haubern in brasilianischen Familien untergebracht. Einige dieser Gastgeber kommen jetzt auch nach Haubern.

„Es war gar nicht so einfach, für Montag bis Mittwoch private Unterkünfte für 45 Leute zu bekommen“, sagt Carolin Schmidtmann. 17 Landjugend-Mitglieder haben sich bereit erklärt, die Brasilianer aufzunehmen, fast alle waren 2007 mit in Brasilien und erinnern sich offenbar gern an die Gastfreundschaft. „Auch wenn wir nicht alle Brasilianer kennen, wird es bestimmt herzlich und locker“, ist sich die Vorsitzende sicher.

Die meisten Mitglieder der Folkloregruppe aus Jaraguá haben deutsche Vorfahren und sprechen relativ gut Deutsch. Und sie pflegen deutsches Brauchtum, etwa durch Trachten und Volkstänze. „Die tanzen viele Tänze, die wir auch können“, weiß Schmidtmann.

Dorfabend in Kulturscheune

Weil die Brasilianer bei ihrem Besuch viel von Deutschland kennenlernen wollen, wollen ihnen die Hauberner ein typisch deutsches Programm bieten: mit Bratwurst und Bier, roter Wurst und einem Dorfabend am 17. Mai in der Kulturscheune mit Musik und Tanz Hauberner Gruppen (siehe Hintergrund unten). Schon am 16. Mai, wenn die Gäste ankommen, wird gemeinsam getanzt: Die Landjugend hat dann sowieso Gruppenabend, ausnahmsweise auch an der Kulturscheune. „Wir werden dann auch die Fotos von 2007 anschauen“, sagt Carolin Schmidtmann.

Wenn die Brasilianer am 18. Mai nach München weiterreisen, werden Geschenke ausgetauscht – wie damals in Jaraguá do Sul. Die Landjugend schenkt der Tanzgruppe „Regenwalde“ einen gesticktes Bild und jedem Teilnehmer Souvenirs aus Frankenberg. „Jede Familie hat sicher selbst auch noch etwas für ihre Gäste“, sagt Schmidtmann. Und wer weiß: Vielleicht kommen die Hauberner irgendwann zu einem erneuten Gegenbesuch nach Brasilien. Schließlich muss die Reise von 2007 ja nicht einmalig bleiben. www.regenwalde.com.br

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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