250 Besucher genossen Silvester-Orgel-Feuerwerk von Kantor Daniel Gárdonyi

Feuerfunken an der Orgelbank: Am Ende des Silvesterkonzertes wünschten die Kantoreimitglieder Heinz Müller, Petra Hegmann, Sabine Luther und Gerda Albrecht dem Kantor Daniel Gárdonyi ein frohes neues Jahr. Foto:  Völker

Frankenberg. Die letzte Stunde des alten Jahres in der Frankenberger Liebfrauenkirche gehörte der Böttner-Orgel mit ihren mehr als 3000 Pfeifen und 41 Registern:

Kantor Daniel Gárdonyi entzündete mit ihnen ein „Silvester-Orgel-Feuerwerk“ mit vielen virtuosen Leuchtkaskaden, aber auch kleinen, fein aufblitzenden Sternen des Wiedererkennens und stimmungsvoller Besinnlichkeit.

Wie sehr auch in Frankenberg ein breites Publikum noch einmal solch eine Einkehr in den von Musik erfüllten Kirchenraum genießt, während draußen schon die ersten Heuler und Kracher die Altstadt erzittern lassen, zeigte die große Besucherzahl: 250 Zuhörer kamen zu dieser in den letzten Jahren zur Tradition gewordenen Orgelstunde, deren Erlös zur Förderung der Kirchenmusik an der Liebfrauenkirche bestimmt war. Sie lauschten, teilweise mit geschlossenen Augen in sich gekehrt, und nutzten die anregende Vielfalt sorgfältig ausgewählter, faszinierender Orgelwerke aus Barock und Romantik.

Um die neue Merseburger Domorgel angemessen zur Geltung zu bringen, schrieb Franz Liszt 1855/56 sein berühmtes Präludium mit Fuge über das Thema B-A-C-H. Daniel Gárdonyi meisterte das Werk auch auf der halb so großen Böttner-Orgel mit apart konturierter Registrierung und kraftvoller Brillanz, aber ohne Effekthascherei. Die leisen Klänge der gedeckten Holzpfeifen im romantischen „Prière“, einem der Kirche von Notre Dame gewidmeten Klanggemälde von Leon Boëllmann aus dem Jahr 1895, zeigten die Orgel dann von ihrer ganz anderen Seite.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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