Förderverein stellt eingerichteten Raum kostenlos zur Verfügung

Betreiber für Kiosk im Wildpark gesucht

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Der Förderverein mit Erich Reitz, Wolfgang Hanefeld und Karl-Heinz Seibel sucht händeringend einen neuen Pächter für den Kiosk im Info-Zentrum des Frankenberger Wildparks. Foto: Raatz

Frankenberg - Bei 30 Grad ziehen sich nicht nur die Tiere in den Wald zurück, auch von Besuchern ist nichts zu sehen. Doch an den meisten Wochenenden ist der Wildpark ein beliebtes Ausflugsziel. Mal sind es 50, an anderen Tagen 300, 400 Tierfreunde, die Rehe, Schweine und Ziegen füttern. Seit Ostern können sich die Gäste direkt im Park stärken.

Zehn Wochen lang war der Kiosk im Info-Zentrum im Wildpark verpachtet: Es gab Getränke, warme Würstchen und Waffeln. „Wir waren so froh, ein Ehepaar gefunden zu haben, das engagiert bei der Sache war“, sagt Stadtförster Erich Reitz. Doch leider sei der Mann schwer erkrankt, er traue sich die Belastung mit dem Kiosk nicht mehr zu. „Ausgerechnet jetzt, wo man gute Geschäfte machen könnte, ist der Kiosk nicht verpachtet.“ Seitdem übernehmen die ehrenamtlichen Mitglieder des Fördervereins die Dienste im Kiosk, der an Ostern erstmals öffnete. „Mehr als ein Notbetrieb ist das aber nicht.“

Im Februar war das neue Zentrum am Eingang zum Wildpark offiziell in Betrieb genommen worden. „Doch dauerhaft können wir den Kiosk nicht betreiben“, erläutert Reitz. Händeringend sucht er mit seinen Mitstreitern Wolfgang Hanefeld und Karl-Heinz Seibel einen neuen Pächter. Die Einrichtung, eine vollständige Küche mit Kühlschrank und Herd, hat der Förderverein dem bisherigen Pächter abgekauft. „Einem neuen Pächter würden wir sie kostenlos überlassen.“ Und auch eine monatliche Pacht erwartet der Förderverein nicht. „Es genügt uns, wenn wir jemanden finden, der Spaß dabei hat und ideenreich ist.“

Statt einer Zahlung müsste sich der neue Betreiber lediglich bereiterklären, die öffentliche Toilette, die sich ebenfalls im Info-Zentrum befindet, zu pflegen und zu reinigen. Auch bei den Öffnungszeiten will der Förderverein nicht reinreden. Nachmittags wäre schön, doch den Schwerpunkt sehen Reitz, Hanefeld und Seibel eindeutig an den Wochenenden. „Bei 30 Grad läuft niemand den steilen Berg in den Wildpark rauf, doch wenn das Wetter mäßig ist, dann kommen auch schon mal mehrere Hundert Besucher“, berichtet Vorsitzender Hanefeld. Zudem könnte der Betreiber auch die Bewirtung im Info-Raum im Obergeschoss übernehmen. Der wird regelmäßig vermietet. Und auch ein Engagement im Rahmen des Saison-Höhepunkts ist erwünscht: am 8. September ist das Wildparkfest.

Angeboten werden soll in dem Kiosk auch das vom WildparkFörderverein vermarktete Wildfleisch. Das darf seit Kurzem offiziell von dem Verein gewerblich verkauft werden. Der Förderverein hat nach Antrag beim Veterinäramt vom Regierungspräsidium das erforderliche Zertifikat erhalten, das Wild weiterzuverarbeiten, zu lagern und zu vermarkten. Verkauft werden sowohl ganze Stücke als auch Teilprodukte. Die Wurstverarbeitung sowie den Wildwurstverkauf will der Förderverein weiter über die örtlichen Metzger abwickeln. Ansprechpartner ist Stadtförster Erich Reitz, Telefon 06451/22521.(rou)

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