Betreuung im Waldkindergarten

Vor dem Bauwagen im Wald bei Osterfeld, der bei Regen als Zufluchtsort dient: Die Jungen und Mädchen der „Eichhörnchen“-Gruppe, hier mit den drei Erzieherinnen der Gruppe, Kindergartenleiterin Heike Traute, Bürgermeister Claus Junghenn, Förster Erich Wetzlar und Anja Henkel vom Kirchenvorstand. Alle zeigen ihre jeweiligen Geschenke, die sie zur Einweihung des „Waldkindergartens“ erhielten. Foto: Strieder

Osterfeld. 19 Allendorfer Kinder besuchen einen "Waldkindergarten" in Osterfeld - einen von knapp 500 bundesweit.

Mit ihren Erzieherinnen Lenita Herguth, Tanja Schwarz und Uta Billert besuchen 19 Kinder der „Eichhörnchen-Gruppe“ der Allendorfer Kindertagesstätte schon seit einigen Wochen den Waldkindergarten am Rand des Berges Schmalhardt bei Osterfeld. Dort steht ein umgebauter Bauwagen, der den Kindern und Erzieherinnen bei schlechtem Wetter als Zufluchtsort dient. Ansonsten finden alle Aktivitäten und Erkundungen im Freien statt.

Am Donnerstag hatten nun Eltern, Träger- und kommunale Vertreter die Möglichkeit, die neue Einrichtung und das Gelände zu erkunden.

Jeden Morgen werden die Kinder von Allendorf aus nach Osterfeld gebracht. Vom Busplatz aus gibt es eine kleine Wanderung zum Waldkindergarten – so auch an diesem Nachmittag. Dabei waren die Kinder in Gesellschaft von Eltern, Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, Mitgliedern des Kirchenvorstands und von Förster Erich Wetzlar.

Die Kinder sangen unter der Anleitung ihrer drei Erzieherinnen ein selbst gedichtetes Lied. „Im Wald ist stets was los, zwischen Bäumen und viel Moos…“ – nach der Melodie der „Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski. Die Kinder erklärten im Lied, wie ein Tag im Waldkindergarten abläuft und was ihnen gefällt.

Kindergartenleiterin Heike Traute erinnerte daran, dass die Planung des Projekts schon vor zwei Jahren begonnen habe. Es gründete sich ein Arbeitskreis mit Vertreterinnen des Kindergartens, der Kommune und der Kirchengemeinde. Gemeinsam mit Förster Erich Wetzlar wurde das Waldstück bei Osterfeld ausgesucht. Anträge wurden gestellt. Eine Reihe von Behörden mussten Stellung beziehen: etwa Baubehörde, Forstamt, Naturschutzbehörden, Landwirtschaftsamt, Wasserbehörde, Jugendamt, Gesundheits- und Veterinäramt.

Tatkräftige Hilfe kam von den Verwaltungsmitarbeitern Oliver Koch und Nadine Szymanek sowie vom Bauhof. „Alle Klippen wurden umschifft und am Ende ist eine ganz großartige Einrichtung entstanden“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn.

Es gibt eine Warteliste 

Der Waldkindergarten als weitere Gruppe des Kindergartens „Die Linspherfische“ hat so viel Attraktivität, dass mittlerweile eine Warteliste innerhalb der Kita angelegt werden musste. Die Warteliste für den Kindergarten in der Freiherr-von-Rotsmannstraße dagegen besteht nicht mehr. Wegen der räumlichen Knappheit konnte dort keine weitere Gruppe eingerichtet werden.

Förster Erich Wetzlar überbrachte die Grüße des Frankenberger Forstamts. Er schenkte allen 19 Kindern handgeschnitzte Abbildungen von Waldtieren. Heike Traute schenkte Bildcollagen zum Dank an Claus Junghenn, Erich Wetzlar und Anja Henkel als Vertreterin der Kirchengemeinde. (ed)

Quelle: HNA

Kommentare