Betrüger drohte Marburger Studentin mit Abschiebung

Marburg. Siebenmal ist eine indische Studentin laut Polizei telefonisch bedroht worden. Nur mit der Zahlung von 2000 Euro könne sie ihre Abschiebung verhindern, behauptete der Anrufer.

Der Unbekannte gab vor, für das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu arbeiten.

Nach dem letzten Drohanruf am 3. August traute sich die 24-Jährige weder aus ihrer Wohnung noch ans Telefon. Der besorgte Vater informierte die Polizei, die nun wegen Betrugs und Erpressung ermittelt. Um ihre Abschiebung zu verhindern, sollte die junge Frau 2000 Euro zahlen. Da die Studentin den geforderten Geldtransfer per Western Union nicht leisten konnte, fordert der Anrufer sie auf, Itunes-Wertgutscheine zu kaufen und die Gutschein-Nummern zu übermitteln. Im Display des Telefons der Studentin erschienen gefälschte Telefonnummern, die tatsächlich existieren und zum BAMF gehören. Die Masche ist alt: Beim BAMF gibt es bereits seit 2014 immer wieder Beschwerden über ähnliche erpresserische Drohanrufe.

Quelle: HNA

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