Frauen und Männer des Erzählcafés befassten sich mit dem Kriegsende 1945

Ein bewegendes Erlebnis

Zum Lachen: Dieser Redebeitrag von Margret Zienert. Herbert Wolf (links) hat Freude daran. Foto: Strieder

Allendorf-Eder. Mit dem Kriegsende 1945 haben sich die Männer und Frauen des neuen Erzählcafés „Das Leben einst und jetzt“ des DRK-Seniorenclubs Allendorf beschäftigt.

Renate Böck stellte fest, das der 8. Mai 1945 ein bewegendes Datum war. Diese Erlebnisse sollten für die Nachwelt festgehalten werden. Anhand einiger Leitfragen gingen die Teilnehmer an das Thema heran. Im einzelnen: Wie haben wir vom Kriegsende erfahren und durch wen? Was geschah in Allendorf? Wurden auch alle Hitler-Schriftstücke verbrannt? Wer war damals Bürgermeister, dem das Flugblatt, das die Amerikaner von ihren Flugzeugen abgeworfen hatten, überbracht werden musste?

Die Teilnehmer schilderten ihre Erlebnisse während der Zeit der Besatzung bis hin zur Ankunft der Evakuierten und der Heimatvertriebenen aus dem Osten.

Renate Böck las einen Auszug aus den Verhaltensmaßnahmen der Militärregierung aus dem „Allgemeinen Aufruf der Amerikaner an die Zivilbevölkerung“ vor, die strengstens einzuhalten waren. Allendorf gehörte zur amerikanischen Besatzungszone.

Versorgung mit Lebensmitteln, Schwarzhandel, Hamsterer, Schulspeisung: Diese Themen entfachten rege Diskussionen. Die Erzählungen wurden durch das Kaffeetrinken unterbrochen.

Herbert Wolf und Wolfgang Böck spielten auf dem Schifferklavier und auf der Mundharmonika. Gemeinsam sangen die Senioren Mailieder.

Ein Film, den Konrad Delkurt mitgebracht hatte, war der Landwirtschaft in früheren Jahrzehnten gewidmet. Hier konnten alle mitreden und schilderten eindrucksvoll die schwere Handarbeit ohne Maschinen auf dem Feld.

Die Themen „Währungsreform“ und das „Wirtschaftswunder“ soll beim Treffen am 10. Juni unter die Lupe genommen werden. Luise Dürksen, Schülerin der Gesamtschule Battenberg, hat sich während des Schulprojektes „Soziales Praktikum“ für die Seniorenarbeit entschieden. Sie wird für ein halbes Jahr im Erzählcafe mitwirken.

Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

Kommentare