Battenfelder Heimatforscher zeigen erste Zugfahrten im Frankenberger Land

Bewegte Bahngeschichte in zwei Filmen

Allendorf/Frankenberg - Vor 125 Jahren fuhren die ersten Züge durchs Frankenberger Land. Unter dem Titel "Willkommen, du Roß ohne Hufe?..." zeigen Heimatforscher Reiner Gasse und Filmemacher Rainer Bienhaus einen zweiteiligen Film über die regionale Eisenbahngeschichte. Der erste Teil ist am 6. März im Thalia-Kino zu sehen.

Zwei Männer aus dem Oberen Edertal haben die Geschichte des Bahnverkehrs auf Film gebannt – und zeigen das zweiteilige Werk noch vor der Reaktivierung des Streckenabschnitts zwischen Korbach und Herzhausen: Rainer Bienhaus und Reiner Gasse zeigen zahlreiche historische Fotos, Filmaufnahmen und aktuelle Interviews mit Zeitzeugen.

Teil eins des Films behandelt die Zeit vom Jahr 1890 bis 1955, als die Bahn noch von großer Bedeutung war. In den 1950er-Jahren verkehrten beispielsweise noch Züge von Frankenberg nach Bestwig oder Bad Berleburg – das ist längst Geschichte. In den ersten Monaten des Jahres 2014 begannen der Eisenbahn-Hobby-Historiker Reiner Gasse und der Hobby-Filmer Rainer Bienhaus mit einer aufwendigen Filmproduktion unter dem Titel „Willkommen, du Roß ohne Hufe?...“.

Anlehnend an die Begrüßung der ersten Eisenbahn in Frankenberg am 30. Juni 1890 durch Landrat Friedrich Riesch, befasst sich der zweiteilige Film mit der Geschichte der Eisenbahn im Frankenberger Land. Entsprechend gewürdigt wird dabei das 125-jährige Bestehen der Burgwaldbahn Sarnau-Frankenberg. Aus einer Fülle von historischem Bild- und Filmmaterial erstellten die „Filmemacher“ zwei kurzweilige DVD-Produktionen, die nicht nur Eisenbahnfreunden gefallen werden, sondern ein breites Publikum ansprechen sollen.

Zweiter Teil im November

Zur Uraufführung kommt es am Freitag, 6. März, im Thalia- Filmtheater in Frankenberg, Beginn ist um 14 Uhr. Zur Begrüßung ist auch Bürgermeister Rüdiger Heß anwesend. Die musikalische Einleitung erfolgt durch den Kinderchor aus Rennertehausen unter der Leitung von Willi Battenfeld. Der Film hat eine Länge von 70 Minuten. Für die Aufführung steht der kleine Kinosaal mit 70 Sitzplätzen zur Verfügung – die erste Vorstellung ist schon komplett belegt. Aus diesem Grunde gibt es um 16 Uhr eine weitere.

Der zweite Filmteil widmet sich dem Rückgang des Nebenbahnbetriebes von 1955 bis zur Modernisierung der Burgwaldbahn und der Reaktivierung der Strecke nach Korbach. Dessen Uraufführung ist am Freitag, 20. November, in der Sport- und Kulturhalle von Battenfeld geplant. Alle Filme sind unverkäuflich. Der Eintritt zu den Vorführungen ist frei. Es wird um Spenden gebeten. Der Erlös der Erstaufführungen am 6. März ist für die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder in Marburg bestimmt. Spenden am zweiten Filmabend im November kommen dem Förderverein der Kegelbergschule zugute.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Freitag, 27. Februar.

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