"Verweilstationen"

Ein Bild, verschiedene Emotionen

Verweilen im alten Bahnhof: Bernhard Böttge, Iris Kramer und Klaus Obermann (v.l.) haben die Ausstellung "Verweilstationen" eröffnet.

Gemünden - Mal ganz nah und mal ganz fern: Mit ganz unterschiedlichen Motiven sollen die Bilder von Iris Kramer zum Verweilen einladen. Am Sonntag hat sie ihre Ausstellung im Alten Bahnhof eröffnet.

Ein Sonnenuntergang am See, eine toskanische Flamencotänzerin, ein unendlich weiter Ausblick auf Felder und Wiesen, aber auch Detailansichten von Blumen: Iris Kramer lädt mit ihrer Ausstellung - passend zum Titel „Verweilstationen“ - im Alten Bahnhof in Gemünden zum Innehalten und Verweilen ein. Passend, denn auch im Gemäuer des Alten Bahnhofs verweilten einst viele Reisende und warteten auf ihre Züge. Gemeinsam mit Vertretern des Kunst- und Kulturvereins „Gleis3“ eröffnete sie am Sonntag die Ausstellung, die - ganz im Sinne der Künstlerin - zu einem interaktiven Austausch mit den Gästen wurde.

„Die Bilder sind ein Anstoß zu eigenen Gedanken und Emotionen“, sagte Bernhard Böttge, der die Moderation übernahm. Die Deutung von Kramers Kunst äußerte sich bei ein und dem selben Bild in unterschiedlichen Facetten: Der eine zog Verbindungen zu heiligen Hainen, wo andere wiederum eine Insel sahen.

Gedichte und Fragen

Wiederum andere inspirierten die Bilder zu Gedichten oder warfen Fragen danach auf, ob Verweilen in der heutigen schnelllebigen Zeit überhaupt noch modern ist. So unterschiedlich die Gedanken zu den einzelnen Bildern sind, sind auch die Techniken, denen sich Kramer in ihren Werken widmet. Ob Aquarelle oder Acryl, die Künstlerin legt sich nicht auf eine Stilrichtung fest.

Noch bis zum 4. Januar ist die Ausstellung im Güterschuppen des „Alten Bahnhofs“ in Gemünden zu den Öffnungszeiten des Restaurants zugänglich. (ste)

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