Nabu/Naturschutzjugend lehnt Anlage ab

Biogasanlage Frankenberg: Der Widerstand wächst

Frankenberg. In Frankenberg wächst der Widerstand gegen den geplanten Bau einer industriellen Biogasanlage. Nach einer heimischen Bürgerinitiative lehnt nun auch die Nabu/Naturschutzjugend Frankenberg die geplante Anlage entschieden ab.

Ihre Ablehung teilte die Frankenberger Naturschutzjugend am Montag der Planungsgruppe Stadt und Land mit Sitz in Kassel mit. Zu den Tätigkeitsfeldern dieser Planungsgruppe gehört unter anderem die Stadt- und Landschaftsplanung.

Die Frankenberger Naturschutzjugend begründet ihre Haltung insbesondere damit, dass vom Betreiber der Einsatz von landwirtschaftlichen Reststoffen – insbesondere von Gülle – kategorisch abgelehnt werde. „Die Verwendung der Gülle würde die Energiebilanz der Anlage gegenüber dem flächenaufwändigen Anbau von Mais und Grünpflanzensilage deutlich verbessern“, schreibt die Nabu-Gruppe.

Zudem sollte die in den landwirtschaftlichen Reststoffen vorhandene Energie nicht ungenutzt bleiben, bevor weitere Ackerflächen für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen in Anspruch genommen werden.

In unmittelbarer Nähe der Anlage seien viele Milchviehbetriebe ansässig, schreibt die Naturschutzjugend. Somit würden für die Gülle auch keine großen Transportwege anfallen. Mais müsste dagegen unter anderem aus dem 15 Kilometer entfernten Rosenthal antransportiert werden.

Dem Nabu war vom Betreiber zunächst zugesichert worden, dass in der Anlage auch Gülle und andere landwirtschaftliche Reststoffe verwendet werden sollen.

Quelle: HNA

Kommentare