Biogasanlage in Rosenthal: Bürgerinitiative kritisiert Standort

Diskussionsbedarf: Etwa 40 Rosenthaler waren zur Gründungsversammlung einer Bürgerinitiative gekommen, die sich gegen den Standort der geplanten Biogasanlage ausspricht. Die Anlage soll mit Mais „gefüttert“ werden. Foto:  nh

Rosenthal. Sie sind nicht grundsätzlich gegen den Bau einer Biogasanlage, doch der vorgesehene Standort am nordwestlichen Ortsrand von Rosenthal erscheint ihnen nicht akzeptabel:

Mit dem Ziel der besseren Aufklärung und der anschließenden Gründung einer Bürgerinitiative luden mehrere Rosenthaler Bürger zu einer Versammlung in die Kulturhalle ein, rund 40 Personen folgten dem Aufruf.

„Wir sind nicht auf Konfrontation aus, sondern wünschen einen lösungsorientierten Konsensantrag“, erklärte Walter Mengel. Leider sei der Lageplan aber schon „fix und fertig“ gewesen, als die ersten detaillierteren Infos die Bevölkerung erreichten. „Viele Bürger fühlten sich zu spät informiert.“

Die wichtigsten Einwände der Bürgerinitiative betreffen die zukünftige Geruchs- und Lärmbelastung der nahe liegenden Wohngebiete. Der Wind komme zu 80 bis 90 Prozent aus Westen und ziehe Richtung Rosenthal, besonders deutlich werde das an der „Frischluftschneise“, die regelmäßig abends aus Willershausen zu verspüren und seit langem bekannt sei, sagte Mengel.

Dass die Auseinandersetzung weitergehen wird, zeigt die knappe Stellungnahme Sandra Kappensteins als Vertreterin der mutmaßlichen Investoren: „Die Standortfrage steht nicht zur Diskussion.“

Bürgermeister Hans Waßmuth verwies auf die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im August vorliegen sollen. „Dann heißt es entweder ja oder nein.“

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Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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