Biogasanlage in Rosenthal: Einwände der Gegner werden momentan bearbeitet

Erneuerbare Energien: In Rosenthal will das Ehepaar Kappenstein eine Biogasanlage samt Nahwärmenetz bauen lassen. Kritik erhält es dafür von der Energiegenossenschaft. Foto: dpa

Rosenthal. In Bottendorf wird heiß über den möglichen Bau einer Siloanlage mit Option auf eine später erweiterte Biogasanlage diskutiert. Nur ein paar Kilometer entfernt setzen sich in Rosenthal seit zwei Jahren Sandra und Dieter Kappenstein für den Bau einer Biogasanlage auf Rosenthaler Gemarkung ein.

Diese soll etwas entfernt von der Firma Böhl an der Willershäuser Straße/Abzweig Talhäuser Weg auf einem etwa zwei Hektar großen Flächenstück entstehen und die Stadt über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgen. Nun wurden Details aus dem laufenden, zweiten Offenlegungsverfahren bekannt. Im Kern geht es um mehrere Einwände, die Gegner der Anlage gestellt haben.

Zur Erinnerung: Das Ehepaar Kappenstein will auf eigene Kosten die Energieversorgung in der Burgwald-Stadt mit einer Biogasanlage sichern und kostengünstiger gestalten. Rosenthal könne aus Sicht der Kappensteins aus energieversorgungstechnischer Sicht im besten Fall völlig autark leben.

Jedoch gibt es Gegenwind. Eine Bürgerinitiative, aus der eine Energiegenossenschaft entstanden ist, will die Biogasanlage verhindern. Sie hat die Einwände bei der Offenlegung eingebracht. Ihr ist der Standort ein Dorn im Auge. Befürchtet werden auch Lärm- und Geruchsbelästigungen für die Bürger. Bürgermeister Hans Waßmuth hatte dagegen Unterstützung für das Engagement der Kappensteins signalisiert. „Solange sie als Vollinvestoren alle Kosten tragen, stehen wir hinter dem Projekt“, sagte er kürzlich der HNA.

„Es wurden nun im Zuge der Offenlage von der Energeigenossenschaft Gutachten angezweifelt und deren Überarbeitung gefordert“, gibt Sandra Kappenstein Einblick in den Stand der Planung. „Angezweifelt wird vor allem das Gutachten zum Naturschutz insbesondere das zum Vogelschutz bezüglich der Feldlerche und des Rot-Milans. Hier muss festgestellt werden, ob und wann wie viele Paare auf der für die Biogasanlage vorgesehenen Fläche betroffen wären.“ Es müsse zunächst aber zwingend die Brutphase abgewartet werden.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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