Rennertehausen

THW birgt versunkenes Auto aus der Eder

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- Allendorf-Rennertehausen (jos). Nach mehr als zwei Stunden kräftezehrender Arbeit haben Experten des Technischen Hilfswerks (THW) den versunkenen BMW am Mittwoch gegen 16 Uhr aus der Eder geborgen.

Die Bergung gestaltete sich schwierig, vor allen Dingen die starke Strömung der Eder machte den Helfern zu schaffen. Von einem Motorboot aus legten sie den Wagen gewissermaßen in Ketten, um den BMW später mit einem großen Kran aus der Eder herauszuziehen.

Eder „übersehen“

Wie berichtet war ein junger Mann aus Allendorf am Dienstagabend mit dem Auto schnurstracks von einem Feldweg aus in den Fluss gefahren. Gegenüber den alarmierten Rettungskräften der Rennertehäuser Feuerwehr hatte der Fahrer erklärt, er habe die Eder „übersehen“. Gerade noch rechtzeitig hatte sich der Allendorfer aus seinem Auto retten können, das durch die starke Strömung rund tausend Meter flussabwärts geschwommen ist.

Als die Experten vom Technischen Hilfswerk aus Bad Wildungen und Korbach gestern in Rennertehausen ankamen, war der BMW fast vollständig in der Eder versunken. Der Fluss hat derzeit einen Pegelstand von knapp 1,3 Metern.

Laut Auskunft der Polizei kommen auf den Fahrer des BMW einige Kosten zu. Weil er einen Unfall verursacht hat, müsse er ein Bußgeld bezahlen, erklärten die Polizeibeamten. Wesentlich teurer noch dürfte den jungen Mann der Einsatz des Technischen Hilfswerks zu stehen kommen. Ob die Kosten von einer Versicherung übernommen werden ist jedenfalls fraglich.

Öl oder Benzin ist aus dem Auto nicht ausgelaufen. Die Wasserschutzbehörde war von der Frankenberger Polizei über das versunkene Auto informiert worden. Die Behörde hat nach Auskunft der Polizisten angeordnet, dass das Auto schnellstmöglich aus dem Fluss geborgen werden muss – was Dank des Einsatzes der couragierten THW-Experten am Mittwoch Nachmittag gegen 16 Uhr gelungen ist. Gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit.

Ein Video gibt es hier:

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