Adventskonzert der Edertalschule

Bläser, Streicher und Sänger begeistern

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Frankenberg - Ein Fest für die Sinne: Rund 110 Edertalschüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun präsentierten am Freitag in der Kulturhalle ihr Können, das sie sich im Musikunterricht erarbeitet haben.

Bereits zum zehnten Mal fand das Konzert in der Vorweihnachtszeit statt, wie Schulleiter Stefan Hermes sichtlich stolz anmerkte. Er dankte den Eltern sowie der Musikschule für ihre Unterstützung und begrüßte unter den Zuschauern auch den langjährigen Schulleiter Winfried Deichsel.

Das Besondere dieser Veranstaltung liegt nicht nur in ihrer langjährigen Beständigkeit begründet, sondern auch darin, dass es den Musikpädagogen der Schule jedes Jahr aufs Neue gelingt, junge Menschen für ein Instrument zu begeistern und sie systematisch auszubilden. Das Programm bestand daher aus maßgeschneiderten Arrangements - annähernd jedes der Lieder war den Orchesterklassen „auf den Leib“ geschneidert.

Martin Fischer machte mit der Klasse 5d den Anfang. Nach knapp vier Monaten Übungszeit trugen die Jüngsten vier Stücke vor, die sie auch selbst anmoderierten. Die Instrumentengruppen kamen gut zu Geltung und präsentierten, was sie gelernt hatten. Gerade die „Kleinsten“ zeigten bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt eine starke Gruppenleistung und sorgten mit ihren vor Aufregung rot getönten Wangen für frenetischen Beifall.

Die Klasse 6d unter der Leitung von Matthias Müller veranschaulichte, wie weit das musikalische Können nach einem weiteren Jahr Instrumentalunterricht ist. Die Arrangements waren komplizierter, die Bläser und Streicher wechselten häufiger ab. Mit ihrer nahezu „professionellen“ Darbietung begeisterten sie die Zuschauer. Aus den Reihen der Klasse 6d und des Jugendorchesters stachen zwei Solisten hervor: Die Geschwister Annika und Niklas Beil spielten auf ihren Geigen sauber und rhythmisch exakt ein Duett von Johann Sebastian Bach und wurden dabei von Matthias Müller am Klavier begleitet.

Das rund 60-köpfige Jugendorchester stellte die letzte Ausbildungsstufe dar, ehe der Schritt ins große Jugendsinfonieorchester gewagt werden kann, denn dieses Aushängeschild der Schule kann nur so gut sein wie sein Nachwuchs. Und der war grandios vorbereitet. Gertrud Will und Martin Fischer dirigierten die unterschiedlichsten Stile vom Barock bis zur Filmmusik, vom Advents-Choral bis hin zum Weihnachtslieder-Potpourri - und die Schüler schienen ihnen dabei mühelos zu folgen.

Gemeinsames Schlussstück

Besonders stach neben einem Ausschnitt aus dem Musical „König der Löwen“ die gemeinsame Schlussnummer hervor: Alle Musiker vereinigten sich für die Präsentation eines gemeinsamen Stückes - die Orchesterklassen und der Unterstufenchor unterstützten das Jugendorchester im Gesang. Dabei kam weihnachtliche Vorfreude auf.

Die Zuschauer hätten nach dieser etwa einstündigen Vorstellung sicherlich gern noch länger zugehört, denn die Präsentation dieser musikalischen Talente war ein Fest für die Sinne.

von Dorothea Wagener

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