Battenberg: Konzert mit Freek Mestrini

Blasmusik noch immer im Trend

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Amateurmusiker aus der heimischen Region beteiligten sich am Projekt „Workshop-Orchester“. Im Mittelpunkt stand die Blasmusik. Der gelungene Abschluss waren die Benefiz-Konzerte mit Freek Mestrini in der Schützenhalle in Usseln mit über 300 Zuhörern und in der Großsporthalle Battenberg mit rund 700 Zuhörern. „Erinnerungen an Ernst Mosch“ war das Motto. Den Gesang übernahm das Duo Günther Ahlborn und Tochter Tanja.Fotos: Peter Bienhaus

Battenberg - "Ehrliche Blasmusik, selbst gemacht und ohne technische Verstärker" gab es am vergangenen Wochenende bei zwei Konzerten in der Schützenhalle in Usseln und in der renovierten Großsporthalle Battenberg.

Zum Auftakt wurde der „Egerländer Marsch“ gespielt. Rund 1000 begeisterte Zuhörer, davon rund 700 in Battenberg, erlebten das Workshop-Orchester unter der Leitung von Freek Mestrini. Der Erlös aus beiden Blasmusik-Konzerten, die wieder unter dem Motto „Erinnerungen an Ernst Mosch“ standen, ist für die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg bestimmt.

Über 40.000 Euro konnten schon für den guten Zweck gesammelt werden. Der 69-jährige Freek Mestrini kündigte an, noch einmal in das Ederbergland zu kommen. Der zehnte Workshop mit Konzert wird Ende Mai 2016 stattfinden. Bereits zum neunten Mal fand der von Dr. Detlef Marburger im Jahr 2007 initiierte und alljährlich wiederholte Workshop statt, bei dem die Egerländer Blasmusik im Mittelpunkt steht.

Jeweils im August beginnen die Vorbereitungen. Karsten Stremme leitete die diesjährigen Übungsstunden mit Musikern aus acht Musikvereinen der Region. Erneut waren wieder viele junge Musiker dabei. „Bis bald, auf Wiedersehen“ Zwei Tage vor dem Konzert-Wochenende kam Freek Mestrini hinzu und gab den letzten Schliff. Er war sehr zufrieden mit den musikalischen Leistungen und erklärte, dass er stolz auf das Workshop-Orchester sei. Er registrierte eine stilistische Steigerung der Musikanten, die schon mehrmals am Workshop teilnahmen.

Mestrini erinnerte an das erste Konzert vor neun Jahren in der Burgberghalle und freute sich darüber, dass immer noch viele Menschen die Blasmusik gerne hören wollen. Heinz Berger begrüßte die zahlreichen Zuhörer zum „Konzert der Extraklasse“ und hieß Freek Mestrini zum neunten Mal in der Region willkommen. Mestrini gehörte als Flügelhornist dem legendären Ernst-Mosch-Orchester an und ist mittlerweile als Dozent, Dirigent, Komponist und Verleger tätig.

Aus einem weiten Umkreis von Battenberg waren die Blasmusik-Freunde wieder gekommen, um die böhmische Blasmusik zu genießen. Vor allem aktive Musikanten aus den heimischen Musikvereinen verfolgten die musikalischen Darbietungen des Seminar-Orchesters, das einen bunten Strauß altbekannter und neuer Melodien darbot.

22 Musikstücke umfasste das gut zweistündige Programm. Sieben bekannte Lieder wurden von Günther Ahlborn und Tochter Tanja gesungen. Mit der Polka „Bis bald, auf Wiedersehen“ und der „Laubener Schnellpolka“ verabschiedeten sich Freek Mestrini und das Seminar-Orchester von ihrem Publikum. (ph)

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