Frühlingskonzert in Bottendorf

Mit Blasmusik zieht der Frühling ein

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Erschöpft und glücklich nehmen die Bottendorfer Musiker den Applaus für das gelungene Frühlingskonzert im Dorfgemeinschaftshaus entgegen.

Burgwald-Bottendorf. - Zahlreiche bunte, wild rotierende Scheinwerfer zaubern Weltraumatmosphäre in den Saal. Wie durch einen Kometenschwarm ziehend hält der Bottendorfer Musikzug mit Dirigent Jörg Bomhardt für sein Frühlingskonzert Einzug in das Dorfgemeinschaftshaus.

Den Auftakt machte der „Kometenflug“ von Alexander Pfluger, ein abwechslungsreicher Konzertmarsch, der von den Musikern hervorragend präsentiert wurde. Anspruchsvoll und spannend ist der nächste Titel: Monumental in der Zusammenarbeit von Bässe und Schlagzeug, scherzhaft, humorvoll in anderen Passagen erklingt die Komposition „Ross Roy“ von Jacob de Haan. „Dieser Titel ist noch nicht sehr bekannt“, informieren die Moderatoren des Abends, Sabrina Ochse und Kevin Klinge.

Mit viel Humor und Wissen führen anschließend sie durch den Abend. Mit Anekdoten aus ihrer Jugend sowie Anspielungen, die nur echte Bottendorfer verstehen, würzen sie ihre Moderation. „Jetzt folgt der erste Blasmusiktrakt“, erklärt Klinge und weiter: „Blasmusik ist hochaktuelle Musik, richtig populär wurde sie ab den 1950‘er Jahren und ist es bis heute geblieben“.

Zwei schnelle Polkas ziehen das Publikum in den Bann, Füße bewegen sich im Takt, Gesichter strahlen. „Im Wäldchen“, böhmische Blasmusik von Karel Sejk und Franz Bummerl und „Ein halbes Jahrhundert“ von Very Rickenbacher und Franz Watz begeistern mit jauchzenden Klarinettenklängen die Besucher.

„Nun folgt mein persönliches Lieblingsstück“, freut sich Sabrina Ochse und erklärt die Geschichte des Videospiels „Super Mario Bros.“ Weltbekannt ist die Titelmelodie von Koji Kondo und Takashi Hoshide und sekundenschnell von den Zuhörern erkannt. Als dann der „echte“ Supermario (Timon Halt) mit Bruder Luigi (Niklas Dittmar) durch das Publikum jagt, um Prinzessin Peach (Hanna Trusheim) zu befreien, kennt die Begeisterung keine Grenzen. Begeisterte Rufe honorieren Musiker und Schauspieler.

Mit Musicalthemen endet das Konzert: „Tanz der Vampiere“ von Jim Steinmann und Wolfgang Wössner bildet den schaurigschönenen Abschluss. „Hier geht es noch um echte Vampire, die Blut trinken und in Särgen schlafen und nicht so verweichlicht sind, wie die heutigen“, prophezeit Kevin Klinge. Und wirklich, die Musiker versetzen die Zuhörer in die Wälder Transsylvaniens, unheimlich und spannungsgeladen ist die Musik. Dazu taucht in gelungener Inszenierung der bleiche Graf Dracula (Lukas Halt) auf und hetzt sein Opfer durch den Saal. Mit ihren Showeinlagen sorgen Aaron Blum und Justus Lausmann für Erheiterung.

„Drei junge Musiker - Sophie Trusheim, Thorjan Greese und Lorenz Bremmer - bestreiten heute ihr erstes Konzert, Herzklopfen inbegriffen“, informiert Vorsitzender Tristan Mischke. Dank spricht er neben den vielen Helfern Jörg Bomhardt aus, der die Musiker seit einem Jahr vorbereitet hatte.

Dass sich das Üben gelohnt hat, zeigt sich in der Reaktion des Publikums: Viel Applaus sorgt für mehrere Zugaben.

Von Gerlinde Himmelmann

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