Nun vor Gericht

Bote stahl Geld und Gutscheine aus Briefen

Frankenberger Land. Weil er Geld und Gutscheine aus Briefen gestohlen haben soll, muss sich ein Mitarbeiter eines Subunternehmens der Deutschen Post vor dem Frankenberger Amtsgericht verantworten.

In 32 Fällen soll der Bote von Mai bis September 2013 im Bereich Frankenberg insbesondere Glückwunsch- und Trauerbriefe geöffnet, das enthaltene Geld entnommen und sie dann wieder zum Weiterversand geschlossen haben.

Der 52-Jährige aus dem Frankenberger Land war bei einem Frankenberger Dienstleister beschäftigt und mit der Aufgabe betraut, Postbriefkästen zu leeren und den Inhalt in ein Depot in der Friedrichstraße zu bringen, von wo die Post weiter nach Langgöns transportierte wird.

Er gestand in der Verhandlung am Montagmorgen, dass er Geld und Gutscheine aus Briefen gestohlen habe. Er war im September 2013 durch einen präparierten Brief von der Polizei des Diebstahls überführt worden, schilderte der Vertreter der Staatsanwaltschaft.

Allerdings nahm der Angeklagte nicht die gesamte Schuld auf sich. Er habe die Diebstähle nicht gezählt und könne nicht nachvollziehen, welche von der Staatsanwaltschaft aufgelisteten Taten er tatsächlich begangen habe, sagte er. Der Mann wies darauf hin, dass in etlichen Fällen auch andere Mitarbeiter des Dienstleisters bei der Briefkastenleerungen eingesetzt worden seien.

Zudem, so fuhr der Angeklagte fort, habe auch das Rolltor am Post-Depot manchmal offen gestanden, es hätten also auch andere eindringen können.

Intensive Ermittlungen nötig

Seine Einlassung haben nun intensive Ermittlungen zur Folge. In allen 32 Fällen muss versucht werden, die Absender zu ermitteln und zu befragen, sagte Richterin Andrea Hülshorst.(mab)

Wie der Angeklagte erklärte, warum er bei der Entdeckung durch die Polizei auch Geld in fremden Währungen - US-Dollar, kenianische Schilling, kanandische Dollar, Schweizer Franken und englische Pfund - bei sich hatte und was die Deutsche Post zu solchen Diebstählen sagt, das lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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