Bottendorf

Bottendorf fordert Baustellen-Umleitung

- Burgwald-Bottendorf (jos). Der Lärm der vorbeirauschenden Autos und Lastwagen plagt die Anlieger schon lange, doch durch die Baustelle hat sich die Situation zugespitzt – auf ein Maß, das die Bottendorfer nicht länger ertragen wollen.

„Der Ortsbeirat Bottendorf fordert ein sofortiges Durchfahrtsverbot für den Durchgangsverkehr“, heißt es deswegen in der am Dienstag verabschiedeten Resolution, die sich an den Landkreis, das Amt für Straßen- und Verkehrswesen sowie an die gemeindlichen Gremien richtet. Mehrere Anlieger schilderten am Dienstag anschaulich, was die Doppelbelastung durch Baustelle und Durchgangsverkehr für sie bedeutet. „Durch den Gestank der an den Ampeln wartenden Autos kann man nicht mal nachts die Fenster aufmachen“, sagte beispielsweise Anita Stricker. Dass viele Fahrer zudem zu schnell unterwegs sind, erklärte Heike Schmidt so: „Wenn die Lkw 50 fahren, wackeln die Tassen. Wenn sie schneller fahren, fallen die Tassen um.“ Und das passiere regelmäßig. Nicht nur, dass einige Anlieger bereits Risse an ihren Hauswänden beklagen, den Bottendorfern geht es auch um die Sicherheit der Fußgänger. Der Bürgersteig sei an vielen Stellen sehr schmal, hieß es. Die Straße zu kreuzen sei gefährlich, auch weil viele durchfahrende Autos und Laster zu schnell unterwegs seien. Eine Umleitung für die Bauzeit ist aus Sicht des Ortsbeirats kein Problem – denn die Kreisstraße 117 sei für den Durchgangsverkehr kein Umweg. Das sieht auch Bürgermeister Lothar Koch so. Er betonte, dass sich der Gemeindevorstand bereits an die zuständigen Behörden gewendet habe. Doch zuständig habe sich zunächst keiner gefühlt. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen habe auf den Landkreis verwiesen – und der habe wieder die Landesbehörde in der Verantwortung gesehen. Als Vertreter des Landkreises sicherte am Dienstag allerdings Kreisbeigeordneter Otfried Vaupel zu: „Der Landkreis ist zuständig.“ Er versprach den Bottendorfern, sich bei der Fachbehörde für eine Umleitung einzusetzen. Laut Bürgermeister Koch wird der „Vorgang“ bei der Unteren Verkehrsbehörde derzeit geprüft. „Seit heute ist Bewegung rein gekommen“, sagte der Verwaltungschef am Dienstag. Ampeln beschädigt Trotz allem Unmut der Anlieger betonte Klem: „Wir werden heute nicht die Straße blockieren“. Denn damit würden rechtliche Grenzen überschritten. Auch die Arbeiten der Baufirma sollten nicht behindert werden. Über das ausführende Unternehmen gebe auch keine Beschwerden. Dass die Firma auf der Seite der Anlieger steht, hatte ihr Chef Gerald Pieper-Block am Montag beim Frühschoppen des Heimatfests deutlich gemacht, indem er sich ebenfalls für eine Sperrung der Ortsdurchfahrt während der Bauzeit aussprach. Umso mehr zu verurteilen ist, dass in der Nacht zu Sonntag die beiden Baustellen-Ampeln Opfer von Vandalismus geworden sind. Laut Polizei entstand ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat die Baufirma eine Belohnung in Höhe von 150 Euro ausgesetzt. Wer etwas beobachtet hat, wendet sich an die Dienststelle in Frankenberg, Telefon 06451/7203-0

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